Der deutsche Bauernkrieg

| 1850

„Friedrich Engels: Der deutsche Bauernkrieg“ – geschrieben im Sommer 1850, zuerst in: „Neue Rheinische Zeitung. Politisch-ökonomische Revue“, Fünftes und Sechstes Heft, Mai bis Oktober 1850, von Friedrich Engels zuletzt bearbeitet 1875.

Die letzte, von Friedrich Engels besorgte Ausgabe, ist von 1875.  Die Gliederung:  Vorbemerkung zum Zweiten Abdruck (1870) „Der deutsche Bauernkrieg“ / Ergänzung der Vorbemerkung von 1870 zu „Der deutsche Bauernkrieg“ / I. Die ökonomische Lage und der soziale Schichtenbau Deutschlands / II. Die großen oppositionellen Gruppierungen und ihre Ideologien – Luther und Münzer / III. Vorläufer des großen Bauernkrieges zwischen 1476 und 1517 / IV. Der Adelsaufstand / V. der schwäbisch-fränkische Bauernkrieg / VI. Der thüringische, elsässische und östreichische Bauernkrieg / VII. Die Folgen des Bauernkriegs


"Der deutsche Bauernkrieg" im Archiv:

  • 12.000 bewaffnete Bauern bei Ulm
    So verging der Winter, ohne daß es von einer der beiden Seiten zu etwas Entscheidendem kam. Die fürstlichen Herrn versteckten sich, der Bauernaufstand gewann an Ausdehnung. Im Januar 1525 war das ganze Land zwischen Donau, Rhein und Lech in voller Gärung, und im Februar brach der Sturm los. Während der Schwarzwald-Hegauer Haufe unter Hans Müller […]
  • 3500 bewaffnete Bauern im Schwarzwald
    Hans Müller von Bulgenbach zog vom 30. September 1524 bis Mitte Oktober durch den Schwarzwald bis Urach und Furtwangen, brachte seinen Haufen bis auf 3.500 Mann und nahm mit diesem bei Ewattingen (nicht weit von Stühlingen) Position. Der Adel hatte nicht über 1.700 Mann zur Verfügung, und auch diese waren zersplittert. Er war gezwungen, sich […]
  • Aufstand in Rothenburg
    Im Rothenburgschen standen die Bauern schon seit dem 22. März unter den Waffen; in der Stadt Rothenburg wurde am 27. März die Herrschaft der Ehrbarkeit durch die Kleinbürger und Plebejer unter Stephan von Menzingen gestürzt; aber da gerade die Leistungen der Bauern hier die Haupteinkünfte der Stadt waren, hielt sich auch die neue Regierung sehr […]
  • Der Baltringer Haufen wird zerschlagen
    Eine neue Rebellion der Landsknechte, durch das Verlangen der Plünderung und einer Extralöhnung veranlaßt, hielt den Truchseß abermals bis zum 10. April auf. Dann zog er südwestlich gegen die Baltringer, die inzwischen in seine Herrschaften Waldburg , Zeil und Wolfegg eingefallen waren und seine Schlösser belagerten. Auch hier fand er die Bauern zersplittert und schlug […]
  • Der deutsche Bauernkrieg
    Man hat in dem Völker- und Staatenleben die Krankheitszustände, ihre Ursachen und Heilungen bisher viel weniger erforscht und dargestellt, als die Zeiten des Blühens und der gesunden Kraft. Weit zu wenig zur Erkenntniß des Gottes -Gerichtes, das sich in der Geschichte vollzieht, hat man die inneren Kämpfe und Entwicklungen, und am wenigsten das untersucht und […]
  • Der deutsche Bauernkrieg
    Nun ein Wort über die Quellen, aus denen ich schöpfte. Die gedruckten führe ich hier nicht auf, da sie jedem Gelehrten bekannt sind. Der Kenner wird es mir auf’s Wort glauben und auch herausfinden, daß ich Alles, was nur immer von gedruckten Quellen auffindbar war, gelesen und verglichen habe. Doch selbst aus den berühmtesten Quellen […]
  • Der Helle Haufen bildet sich
    Im Odenwald, wo Wendel Hipler, ein Adliger und ehemaliger Kanzler der Grafen von Hohenlohe, und Georg Metzler, Wirt zu Ballenberg bei Krautheim, an der Spitze der revolutionären Partei standen, brach der Sturm schon am 26. März los. Die Bauern zogen von allen Seiten nach der Tauber. Auch 2.000 Mann aus dem Lager vor Rothenburg schlossen […]
  • Der Oberallgäuer Haufen
    Am 25. Februar 1525 zog sich der Oberallgäuer Haufen, 7.000 Mann stark, am Schussen zusammen, auf das Gerücht hin, daß die Truppen gegen die auch hier aufgetretenen Mißvergnügten heranzögen. In Kempten waren Bauern den ganzen Winter über mit ihrem Erzbischof im Streit gewesen, dort traten sie am 26. zusammen und vereinigten sich mit dem Oberallgäuer Haufen. […]
  • Der schwäbisch-fränkische Bauernkrieg
    Von dem Augenblick an, wo Luthers Kriegserklärung gegen die katholische Hierarchie alle Oppositionselemente Deutschlands in Bewegung gesetzt, verging kein Jahr, in dem nicht die Bauern ebenfalls wieder mit ihren Forderungen hervortraten. Von 1518 bis 1523 folgte ein lokaler Bauernaufstand im Schwarzwald und in Oberschwaben auf den andern. Seit Frühjahr 1524 nahmen diese Aufstände einen systematischen […]
  • Die letzte Schlacht des Bauernkrieges
    Die Allgäuer hatten seit dem Abzug des Truchseß ihre Kampagne gegen Klöster und Schlösser wieder aufgenommen und für die Verwüstungen der Bündischen energische Repressalien geübt. Sie hatten wenig Truppen sich gegenüber, die nur einzelne kleine Überfälle unternahmen, ihnen aber nie in die Wälder folgen konnten. Im Juni brach in Memmingen, das sich ziemlich neutral gehalten […]
  • Die Revolution der Bauern
    Ehe jedoch die Bauern dazu kamen, ihre zwölf Artikel den berufenen Schiedsrichtern vorzulegen, kam ihnen die Nachricht von dem Vertragsbruch des Schwäbischen Bundes und dem Herannahen der Truppen. Sogleich trafen sie ihre Maßregeln. Eine Generalversammlung der Allgäuer, Baltringer und Seebauern wurde zu Gaisbeuren abgehalten. Die vier Haufen wurden vermischt und vier neue Kolonnen aus ihnen […]
  • Leipheimer Haufen
    Ein sechster Haufen bildet sich an der Donau . Aus der ganzen Gegend von Ulm bis Donauwörth , aus den Tälern der Iller , Roth und Biber kamen die Bauern nach Leipheim und schlugen dort ein Lager auf. Von 15 Ortschaften war jeder waffenfähige Mann, von 117 waren Zuzüge da. Der Führer des Leipheimer Haufens war Ulrich […]
  • Seehaufen am Bodensee
    Auf Botschaft der Allgäuer bildete sich am Bodensee, unter Eitel Hans, der Seehaufen. Auch dieser Haufen verstärkte sich rasch. Das Hauptquartier war in Bermatingen . in: „Friedrich Engels: Der deutsche Bauernkrieg“ – geschrieben im Sommer 1850, zuerst in: „Neue Rheinische Zeitung. Politisch-ökonomische Revue“, Fünftes und Sechstes Heft, Mai bis Oktober 1850, von Friedrich Engels zuletzt […]
  • Tausende Bauern im Unterallgäuer Haufen
    Im unteren Allgäu , in der Gegend von Ochsenhausen und Schellenberg , im Zeilschen und Waldburgschen , den Herrschaften des Truchseß , standen die Bauern auf, und zwar schon in den ersten Tagen des März 1525 . Dieser Unterallgäuer Haufen lagerte, 7.000 Mann stark, bei Wurzach . in: „Friedrich Engels: Der deutsche Bauernkrieg“ – geschrieben im […]
  • Zehntausende bewaffnete Bauern
    So standen anfangs März, in sechs Lagern, an 30.000 bis 40.000 insurgierte oberschwäbische Bauern unter den Waffen. Der Charakter dieser Bauernhaufen war sehr gemischt. Die revolutionäre – Münzersche – Partei war überall in der Minorität. Trotzdem bildete sie überall den Kern und Halt der Bauernlager. Die Masse der Bauern war immer bereit, sich auf ein […]


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