(Die Zeit, Juli 2012)

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Weisser Terror

Da waren einige, die den ganzen Schädel gespalten hatten

Und an einem anderen Tag, wir weiter als Blagen. (lacht) Durch die Stadt ( Bottrop ) , mal gucken, alles zerstört, alles so trübe. Da Jammer, hier Jammer. Und alle so verstohlen in die Geschäfte. Und wir gingen dann die Gladbecker, früher fuhr hier die Straßenbahn noch die Gladbecker Straße entlang, war ja nicht so dicht besiedelt, […]

Kapp-Putsch | 1920


Denunziert und erschossen in Berlin

Bei einer nächtlichen Runde des Detachements v. Grothe trat ein unbekannt gebliebener Mann, der einen Ausweis des Reichswehrministers vorwies, auf den Leutnant Baum zu und sagte: ,,Herr Leutnant, lebt der Zigarrenhändler Müller noch? Wenn Sie den kriegen, erschießen Sie ihn, den habe ich zweimal hinter den Barrikaden gesehen!“ Baum begab sich nun am 12. März […]

Novemberrevolution 1918/19 | 1919


Der Mord an Gustav Landauer

„Am 2. Mai stand ich als Wache vor dem großen Tor zum Stadelheimer Gefängnis. Gegen 1:15 Uhr brachte ein Trupp bayrischer und württembergischer Soldaten Gustav Landauer, im Hof begegnete der Gruppe ein Major in Zivil (im Prozeß als Rittergutsbesitzer Freiherr V. Gagern festgestellt), der mit einer schlegelartigen Keule auf Landauer einschlug. Unter Kolbenschlägen und den Schlägen des […]

Münchener Räterepublik | 1919


Der Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg

Die Verfolgung und Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs waren keine Kampfhandlung im Bürgerkrieg. Sie hatten andere Gründe. Der eine Grund war, daß Liebknecht und Rosa Luxemburg wie niemand sonst in den Augen von Freund und Feind die deutsche Revolution verkörperten. Sie waren ihre Symbole, und mit ihnen erschlug man die Revolution. Dies gilt für […]

Novemberrevolution 1918/19 | 1919


Der Mord an Kurt Eisner

Kurt Eisner war Führer der Münchener Revolution vom 7. November und seither Ministerpräsident. Am 21. Februar wurde er auf dem Weg zum Landtag, wo er seinen Posten wegen der heftigen Angriffe gegen ihn niederlegen wollte (Mitteilung des WTB. vom 21. 2. 1919), in der Münchner Prannerstraße von dem [ rechtsradikalen ] 22-jährigen Leutnant Anton Graf […]

Münchener Räterepublik | Novemberrevolution 1918/19 | 1919


Die 29 Matrosen

Die amtliche Nachricht lautete („Berliner Tageblatt“, 12. März 1919): „In der Französischen Str. 32 wurde gestern die Kassenverwaltung der Volksmarinedivision von Regierungstruppen besetzt. Frühere Angehörige der jetzt aufgelösten Volksmarinedivision, die von dort noch Gelder holen wollten, sind festgenommen worden. Die Gefangenen trugen teilweise noch Waffen. Infolgedessen kam es bei der Verhaftung zu tätlichem Widerstand. Die Mannschaften […]

Novemberrevolution 1918/19 | 1919


Die Ermordung der Vorwärtsparlamentäre

Im Januar 1919 hatten revolutionäre Arbeiter sich des Vorwärtsgebäudes bemächtigt. Die Regierungstruppen belagerten das Haus. Die Vorwärtsbesatzung schickte am 11. Januar frühmorgens als Parlamentäre, durch entsprechende Abzeichen kenntlich und natürlich unbewaffnet, folgende Leute: Redakteur Wolfgang Fernbach , Walter Heise , Werner Möller , Karl Grubusch , Erich Kluge , Arthur Schotter , Wackermann . Fernbach gehörte […]

Novemberrevolution 1918/19 | 1919


Die Erschießung von drei Jungen

Am 10. März 1919 kamen zu dem jungen Kurt Friedrich (16 Jahre) seine beiden Freunde Hans Galuska (16 Jahre) und Otto Werner (18 Jahre) in die Wohnung der Mutter des Friedrich, am Schlesischen Bahnhof 3, zu Besuch. Die drei jungen Menschen hatten sich nie mit Politik beschäftigt. Sie waren kaum beisammen, als 8 Regierungssoldaten auf […]

Novemberrevolution 1918/19 | 1919


Die im Tegeler Forst Erschossenen

Am 17. Januar 1919 meldete der ,,Abend“, daß vier Spartakisten, namens v. Lojewski , Hermann Merks , Richard Jordan und Milkert , die während der Spandauer Spartakusumtriebe verhaftet worden waren, auf dem Transport nach Tegel im Tegeler Forst einen Fluchtversuch machten. Das Begleitkommando schoß auf die Flüchtigen und tötete sie sämtlich. Der gleichzeitig verhaftete Georg […]

Novemberrevolution 1918/19 | 1919


Drei Arbeiter in Hamm ermordet

Morde der Brigade Epp. Am 3. April 1920 , zwei Tage nach dem Massaker von Pelkum , wurden in Hamm nochmals drei als „Aufrührer“ bezeichnete Arbeiter erschossen. In Wf Anz 6.4.1920 ; Is Ka 7.4.1920 ; in Märzrevolution III (1978)

Kapp-Putsch | 1920


Meistgelesen in: Weisser Terror


„Durch Hunderte Mordanschläge und weitere Attentate stürzen die rechten Terroristen Deutschland während der ersten Jahre der Weimarer Republik in einen wahren Bürgerkrieg. Zu befürchten haben sie wenig. Selbst wenn sie häufig im Untergrund operieren müssen, werden sie von verlässlichen Komplizen in Armee und Innenministerien mit den nötigen Informationen versorgt“. (Die Zeit, Juli 2012)