Weisser Terror (chronologisch)

Am 7. März, 11:15  Uhr, wurde der Angehörige der republikanischen Soldatenwehr des Depots 7, Fasanenstr., Adolf Riga (42 Jahre, Kurfürstenstr. 114), von einem Angehörigen des Freikorps Lüttwitz auf Befehl eines Offiziers entwaffnet, als er von der Wache kam, obwohl er seinen Ausweis vorwies. Dann setzte Riga seinen Weg waffenlos fort. An der Absperrung vor dem ... Weiterlesen ... ...

Die Vorgänge im Lehrter Gefängnis schildert ein Augenzeuge, der wegen Herausgabe einer satirischen Zeitschrift verhaftet war. folgendermaßen ( Wieland Herzfelde : ,,Schutzhaft“): „Man führte uns (am 8. März, abends) an den Eingang des Gefängnisses. Es hieß: „Zuerst den Matrosen Peters hineinführen!“ Wir anderen mußten vor der Glastüre, durch die wir nur undeutlich beobachten konnten, stehen ... Weiterlesen ... ...

„Die meisten sind nicht in den Kämpfen gestorben, sondern nach der Verhaftung standrechtlich erschossen worden. Andere starben bei der Bombardierung von Arbeiterquartieren durch schwere Artillerie und Fliegerbomben.“ (Der Historiker Dieter Lange in der taz) Das Mitglied des Vollzugsrates, Malzahn, der mit Offizieren verhandelt hatte, sagte über sie, „daß ein derartiger Haß gegen die revolutionäre Arbeiterschaft ... Weiterlesen ... ...

Am 10. März 1919 kamen zu dem jungen Kurt Friedrich (16 Jahre) seine beiden Freunde Hans Galuska (16 Jahre) und Otto Werner (18 Jahre) in die Wohnung der Mutter des Friedrich, am Schlesischen Bahnhof 3, zu Besuch. Die drei jungen Menschen hatten sich nie mit Politik beschäftigt. Sie waren kaum beisammen, als 8 Regierungssoldaten auf ... Weiterlesen ... ...

Am 10. März wurde auf Befehl Noskes der Redakteur der „Roten Fahne“ Leo Jogisches durch Angehörige der Gardekavallerie Schützendivision verhaftet. Er sollte durch einen Soldaten dem Untersuchungsrichter zugeführt werden. Im Gebäude des Kriminalgerichts griff Jogisches den Soldaten (Kriminalwachtmeister Ernst Tamschik , ,,Freiheit“, 27. Mai 1919) „an und wurde von ihm auf der Stelle niedergeschossen“. Ein ... Weiterlesen ... ...

Am 11. März 1919 war in Berlin ein Löhnungsappell der Volksmarinedivision angesetzt. General Lüttwitz gab dem Leutnant Marloh Auftrag, dort möglichst viele Mitglieder zu verhaften. Die 250 Matrosen, die völlig ordnungsliebende Elemente waren — ein Teil hatte bei den Unruhen die Reichsbank bewacht, — kamen einzeln, beinahe alle unbewaffnet, um sich die ihnen zustehende Löhnung zu ... Weiterlesen ... ...

Am 11. März wurde in der Wohnung des Tischlers Richard Borchard in Berlin eine Haussuchung gehalten, da er angeblich geschossen hatte. Es wurde nur ein leerer russischer Patronenrahmen ohne Munition gefunden, den ein Verwandter 1914 als Andenken aus dem Feld geschickt hatte. Daraufhin wurde er verhaftet und kam in das Polizeipräsidium. Am Dienstag, den 18. ... Weiterlesen ... ...

Bei einer Waffensuche bei dem Arbeiter Paul Dänschel in der Andreasstr. 62 in Berlin fanden Soldaten aus dem Korps Lüttwitz am 12. März zwei Handgranatenstiele und ein altes Seitengewehr. Die Stiele entstammten der Fabrik, in der der 19 jährige Sohn der Familie, Alfred, beschäftigt war. Er hatte die Stiele mit nach Hause genommen, um sich ... Weiterlesen ... ...

Die amtliche Nachricht lautete („Berliner Tageblatt“, 12. März 1919): „In der Französischen Str. 32 wurde gestern die Kassenverwaltung der Volksmarinedivision von Regierungstruppen besetzt. Frühere Angehörige der jetzt aufgelösten Volksmarinedivision, die von dort noch Gelder holen wollten, sind festgenommen worden. Die Gefangenen trugen teilweise noch Waffen. Infolgedessen kam es bei der Verhaftung zu tätlichem Widerstand. Die Mannschaften ... Weiterlesen ... ...

Vizewachtmeister Marcus vom Freikorps Lützow hatte am 12. März Befehl, die Langestraße abzusperren. Er schritt mit 25 Mann die Straße ab und rief laut ,,Straße frei, Fenster zu!“ Angeblich ist dieser Befehl nicht beachtet worden. Unter anderem sah er aus dem Fenster eines Hauses eine weibliche Gestalt auf die Straße 22 heruntersehen. Angeblich hat er ... Weiterlesen ... ...