(Die Zeit, Juli 2012)

">

Weisser Terror

Bauch aufschlitzen

Die typische Redensart der Soldaten bei bei Haussuchungen und Verhaftungen war eindeutig: ,,Bauch aufschlitzen, Hosentaschen draus machen, Hände reinlegen“. Quelle: VstH : 22. April 1920 – bei Lucas Märzrevolution III (1978)

Kapp-Putsch | 1920


Bei Waffenablieferung in München erschossen

Jakob Münch , Forstenrieder Str. 71 in München wurde am 1. Mai erschossen. Er wollte seine im Februar gefaßten Waffen abliefern und wurde dabei verhaftet. in: Vier Jahre politischer Mord , von Emil Julius Gumbel , eine Broschüre, in denen der Autor der Justiz etwa 300 ungesühnte politische Morde – in der Regel von rechts […]

Münchener Räterepublik | 1919


Beim Essen am Starnberger See ermordet

Nach der Ermordung Kurt Eisners am 21. Februar 1919 übernahm der Zentralrat die Macht. Die Kammer und das von ihr gebildete mehrheitssozialistische Ministerium Hoffmann floh nach Bamberg, Der Zentralrat erklärte am 7. April die Räterepublik. Die Führer waren Unabhängige und Mehrheitssozialisten. Durch einen Putsch gelang es am 13. April Anhängern der Regierung Hoffmann, einen Teil […]

Münchener Räterepublik | Novemberrevolution 1918/19 | 1919


Bergmann ermordet

In der Nacht vom 10. zum 11. April wurde in Bottrop der Bergmann Beckfeld aus dem Bett heraus verhaftet; am nächsten Morgen fand man ihn tot auf dem Friedhof in Eigen . Bei der Roten Armee gewesen war er nicht, wohl aber sein geflohener Bruder (das hatte anscheinend genügt) Töneböhn an Severing 11.4.1920 , in […]

Kapp-Putsch | 1920


Blutbad vor dem Reichstag

Die blutigste Demonstration in der deutschen Geschichte ereignete sich, als in den Mittagsstunden des  13. Januar 1920 mindestens 100.000 Arbeiter von AEG, Siemens, Daimler, Knorr-Bremse und anderen Berliner Großbetrieben in die Berliner Innenstadt zogen, um auf dem Königsplatz vor dem Reichstag gegen die Verschärfung des Betriebsrätegesetzes zu demonstrieren. Die Regierung hatte zum Schutz des Reichtages aber […]

Novemberrevolution 1918/19 | 1920


Bluttaten der Regierungstruppen

Genosse Latzel, der an den Februarkämpfen gegen die Gerstenberger teilnahm und mit knapper Not einem Meuchelmord durch die Noskegarde entronnen ist, sendet der ‚Bremer Arbeiter-Zeitung’ folgenden Bericht: Ich war am 3. Februar mit 5 Mann auf einem Patrouillengang bei der Arbergener Mühle. Wir hatten den Auftrag, eine 17 Mann starke Patrouille, die morgens weggegangen war […]

Bremer Räterepublik | 1919


Bottroper erstochen

In der Aegidistraße in Bottrop wurde ein Denunzierter nachts verhaftet und sofort nach der Verhaftung erstochen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)

Kapp-Putsch | 1920


Brief aus dem Gefängnis in Dortmund

Werte Kollegen. … die bestialische Mißhandlung, die an mir, und vielen anderen verübt worden ist, ist mit der Feder nicht zu beschreiben. Es ist Haar Sträubend. Ich Persönlich kann heute weder Liegen auf dem Rücken, noch Sitzen. Mit mir ist am fraglichem Tage noch einer verhaftet worden. Wir sind zusamen zu der Reaktionären Wache Rosentahl geführt worden, als […]

Kapp-Putsch | 1920


Brothändler in München vom Freikorps Epp ermordet

Zu dem Brothändler Josef Probst kamen am 2. Mai fünf Soldaten des Freikorps Epp . Sie durchsuchten nicht einmal die Wohnung, sondern forderten ihn nur auf mitzugehen, er komme gleich wieder. Er wurde sofort erschossen. Irgend ein gerichtliches Verfahren fand nicht statt. An den Kämpfen hatte sich Probst in keiner Weise beteiligt. Klage zum ordentlichen Gericht […]

Münchener Räterepublik | 1919


Buchstäblich erschlagen

Auf der Gladbeckerstraße in Bottrop zog man zwei Mann gewaltsam in ein Panzerauto hinein und erschlug sie buchstäblich… mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)

Kapp-Putsch | 1920


Meistgelesen in: Weisser Terror


„Durch Hunderte Mordanschläge und weitere Attentate stürzen die rechten Terroristen Deutschland während der ersten Jahre der Weimarer Republik in einen wahren Bürgerkrieg. Zu befürchten haben sie wenig. Selbst wenn sie häufig im Untergrund operieren müssen, werden sie von verlässlichen Komplizen in Armee und Innenministerien mit den nötigen Informationen versorgt“. (Die Zeit, Juli 2012)