Viele Namen von Märzgefallenen lassen sich nicht mehr feststellen.

  1. Vier Menschen aus Bochum – Stiepel und fünf Menschen aus Bochum – Weitmar , deren Namen unbekannt sind, starben während der Verteidigung der Weimarer Republik nach dem Kapp-Putsch vom 13. März 1920
  2. In Halle (Saale) schossen am 17. März 1920 bei Einbruch der Dunkelheit die Zeitfreiwilligen mit Maschinengewehren in die dichtgedrängte Menschenmenge. Ein Toter und eine Anzahl von Verwundeten wurden vom Platze getragen.
  3. In Halle ( Saale) wird am 18. März 1920 die Oberin des Martha-Stiftes durch zwei Handgranaten, die von einem Zeitfreiwilligen Ecke Ulrich- / Jägerstrasse geworfen wurden
  4. Am 27. März 1920 starb ein Mann aus Bochum in Raesfeld im Kampf gegen die Kapp-Putschisten und für die Demokratie in der Weimarer Republik.
  5. etc….

"Unbekannt" im Archiv:

  • Bottroper erstochen
    In der Aegidistraße in Bottrop wurde ein Denunzierter nachts verhaftet und sofort nach der Verhaftung erstochen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)
  • Denunziert und erschossen in Berlin
    Bei einer nächtlichen Runde des Detachements v. Grothe trat ein unbekannt gebliebener Mann, der einen Ausweis des Reichswehrministers vorwies, auf den Leutnant Baum zu und sagte: ,,Herr Leutnant, lebt der Zigarrenhändler Müller noch? Wenn Sie den kriegen, erschießen Sie ihn, den habe ich zweimal hinter den Barrikaden gesehen!“ Baum begab sich nun am 12. März […]
  • Die Erschießung von drei Jungen
    Am 10. März 1919 kamen zu dem jungen Kurt Friedrich (16 Jahre) seine beiden Freunde Hans Galuska (16 Jahre) und Otto Werner (18 Jahre) in die Wohnung der Mutter des Friedrich, am Schlesischen Bahnhof 3, zu Besuch. Die drei jungen Menschen hatten sich nie mit Politik beschäftigt. Sie waren kaum beisammen, als 8 Regierungssoldaten auf […]
  • Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
    Bei einer Haussuchung am 15. Januar 1919 wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Wilmersdorf ohne Haftbefehl durch die Einwohnerwehr verhaftet und nach dem Edenhotel. dem Quartier der Gardekavallerie-Schützendivision, gebracht. Nach der amtlichen Darstellung vom 16. Januar wurde Liebknecht auf der Flucht erschossen, Rosa Luxemburg durch eine große Menge gelyncht. ,,Die Transportführer traf kein Verschulden.“ […]
  • Gefoltert und Erschossen in Bottrop
    Der Arbeiter Fritz Schmidt aus Bottrop war verdächtig, an den Kämpfen teilgenommen zu haben; er wurde verhaftet, furchtbar mißhandelt und dann erschossen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – […]
  • Im Wald erschossen
    Ein nicht ganz normaler Afrikakämpfer, Matthias Bißmann , machte an einem zerstörten Panzerauto einige Bemerkungen, worauf er von zwei Zivilisten zum nahen Walde gebracht und dort von Reichswehrtruppen erschossen wurde. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag […]
  • In Elberfeld haben viele tausend Mann
    In Elberfeld haben viele tausend Mann auf die Reichsverfassung geschworen Der Tanz geht los! Der Feind rückt an Die Preußen stehn vor den Toren In Elberfeld gibt´s harten Strauß und Prügel gibts nach Noten Die Preußen ziehn zur Stadt hinaus Mit fünf drei Viertel Toten In Elberfeld geht´s lustig her Die Rheinischen Lazzaroni Bau´n Barrikaden […]
  • Mann in Bottrop erschossen
    Ein Mann namens Finke , der nie an den Kämpfen beteiligt war, wurde in Bottrop erschossen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)
  • Mann in Matrosenkleidung erschossen
    Ein Mann, der durch die Liebrechtstraße in Bottrop in Matrosenkleidung ging, wurde auf Grund dieser Kleidung verhaftet und sofort erschossen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III […]
  • Ohne Vernehmung erschossen
    Fritz Oleink aus Bottrop wurde ohne Vernehmung … erschossen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, [vielleicht zwischen dem 3. und 5. April 1920?] – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)
  • Über den Menschen und seine Verhältnisse
    Sollte es indessen einem Volke gelingen, statt der vielseitigen historischen Bestimmungsgründe für das Verhalten seiner Glieder eine Summe reiner Vernunftwahrheiten in Umlauf zu bringen und diesen die Autorität zu verschaffen, welche der Glaube sich immer zur Bedingung macht — denn von vielen, das ist nicht zu leugnen, werden auch sie mehr geglaubt als gefaßt werden […]
  • Versehentlich erschossen
    Ein Zentrumsanhänger namens Rose wurde in Bottrop irrtümlicherweise anstelle eines Baricke ergriffen und erschossen. Nachdem man den Irrtum festgestellt, verhaftete man den richtigen Baricke , mißhandelte ihn schwer und erschoß ihn . Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / […]
  • Vizewachtmeister Marcus
    Vizewachtmeister Marcus vom Freikorps Lützow hatte am 12. März Befehl, die Langestraße abzusperren. Er schritt mit 25 Mann die Straße ab und rief laut ,,Straße frei, Fenster zu!“ Angeblich ist dieser Befehl nicht beachtet worden. Unter anderem sah er aus dem Fenster eines Hauses eine weibliche Gestalt auf die Straße 22 heruntersehen. Angeblich hat er […]
  • Wegen Differenzen erschossen in Bottrop
    Ein Bergarbeiter namens Stabla , der bei Einführung der Zwangsüberschichten Differenzen mit dem Betriebsführer der Zeche „Arenberg Fortsetzung“ hatte, aber am Kampf selbst nie beteiligt war, wurde verhaftet und ohne Verhör erschossen… ( Zeche Arenberg Fortsetzung ) Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders […]
  • Wir wollen ihn nicht haben den Herrn Kartätschenprinz
    Wir wollen ihn nicht haben Den Herrn Kartätschenprinz Mag Rußland ihn begraben In seiner Eisprovinz Mag er darauf verzichten Zu herrschen einst am Rhein Wir wollen ihn mit Nichten Den Bürgermörder – Nein! Wir wollen ihn nicht haben Den Schild der Despotie Der für der Freiheit Gaben Nie fühlte Symphatie Der nur die Frucht vom […]


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