Stadelheim

Ab 1894 entstand auf dem ehemaligen Gut Stadelheim in Giesing, vor den Toren Münchens, das Gefängnis Stadelheim. Ab April 1901 wurden hier die Hinrichtungen ausgeführt. Insgesamt wurden in Stadelheim mindestens 1049 Gefangene hingerichtet, der Großteil der Hinrichtungen wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 ausgeführt. Unter den mindestens 1035 Getöteten dieser Zeit fanden sich unter anderem die Mitglieder der Weißen Rose (+ 1943).

Bei der Niederschlagung der Münchner Räterepublik Anfang Mai 1919 kam es im Gefängnis Stadelheim zu zahlreichen widerrechtlichen Tötungen durch die siegreiche Soldateska. Nach dem Zeugnis von Ernst Toller, der in Stadelheim inhaftiert wurde, stand am Gefängnistor in weißer Kreideschrift zu lesen: „“Hier wird aus Spartakistenblut Blut- und Leberwurst gemacht, hier werden die Roten kostenlos zu Tode befördert““. In Stadelheim wurden 1919  Gustav Landauer und Eugen Leviné getötet. ( Wikipedia )

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