Truppenübungsplatz Ohrdruf erobert

Am 16. März 1920 hatten bewaffnete Arbeiter den Truppenübungsplatz Ohrdruf erobert. Dieser ehemalige Stützpunkt der Militaristen wurde daraufhin die Operationsbasis der kämpfenden Arbeiter. ,,Lawinenartig schwollen die Scharen, die zunächst in erster Linie aus Zella-Mehlisern und Leuten aus Suhl und Umgebung bestanden hatten, an“, wird dazu in einem Bericht des Landrats in Ohrdruf festgestellt.

Es gesellten sich ihnen aus allen Orten des Bezirks Einwohner zu. Besonders stark waren Gräfenhain , Schwarzwald (das heutige Luisenthal ), Crawinkel und Frankenhain vertreten, aber auch aus fast allen anderen Orten des Bezirks hatten sich mehr oder weniger Leute der Arbeiter-Armee angeschlossen

(Vgl. Hist. Staats-A. Gotha , Landratsamt Ohrdruf , Nr. 388, Bl. 180–185.) — in Arbeitereinheit rettet die Republik (1970)