Belegschaftsversammlung der Zeche Werne

Polizei-Verwaltung Pelkum, den I. Februar 1918 Bericht über den Verlauf der öffentlichen Belegschaftsversammlung der Zeche Werne , Schacht III, vom l. Februar 1918 im Lokal des Wirtes Knobloch in Rünthe , Veranstalter: Bergmann Wilhelm Schwan. Leiter: derselbe. Tagesordnung: Lohnfrage und Lebensmittelfrage. Anfang um 11.15 Uhr vormittags. Schluß um 1.15 Uhr nachmittags. Zahl der Teilnehmer (schätzungsweise)…

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Die deutsche Revolution wird kommen

Sitzung der Bremer Bürgerschaft Henke (USPD): Es wird die Zeit kommen, wo die Revolution auch an unsere Türen klopft. Einmal wird sie kommen, ja, sie klopft schon jetzt an die Tür. Wir sehen kommen den Kampf der Arbeiter-Organisationen gegen die herrschenden Klassen. Ganz sicher, es wird auch bei uns zur Revolution kommen, und diese Revolution…

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Forderungen der Hamborner Bergarbeiter

Am 23. November gestand der Zechenverband den Gewerkschaften gerinfügige Lohnerhöhungen zu, in der Hoffnung, daß es den Gewerkschaften mit diesem ,,Erfolg“ in der Hand gelingen möge, die Hamborner Bergarbeiter zu disziplinleren. Das erwies sich als Felschlag, und zwar einfach deshalb, weil die im Kriege aufs äußerste ausgebeuteten und ausgehungerten Bergarbeiter weit größere Zugeständnisse der Unternehmer…

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Das Ruhrgebiet vor der Revolution von 1918

Die Revolte der Matrosen und Soldaten vom November 1918 fand im Ruhrgebiet so gut wie keinen Widerstand. Das überrascht nicht, hatte doch die preußische Militärverwaltung aus Sorge vor roter Infizierung der Truppe nur eine einzige Garnison im Revier errichtet, In Mülheim, dem ,,rheinischen Potsdam“. Und auch das hier liegende Reserveregiment schloß sich sofort der revolutionären…

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Erste Sitzung des Arbeiterrats Bremen

Sitzung des Arbeiterrates am 7. November 1918. Tagesordnung: Wahl der Mitglieder zum Aktionsausschuß. Genosse Henke führt aus: Am zweiten Tage der Revolution stehen wir heute zusammen, um das gestern begonnene Werk zu stärken und gegen Anfechtungen von außen zu schützen. Das von den Soldaten begonnene Werk müssen wir jetzt vereint mit ihnen vollenden. Es ist…

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Matrosenaufstand in Kiel

Die Matrosen und Heizer versuchten, ein erneutes Auslaufen ihres Geschwaders zu verhindern und die Freilassung ihrer 47 Kameraden von der ,,Markgraf“ zu erreichen. Etwa 250 von ihnen trafen sich dazu am Abend des 1. November im Kieler Gewerkschaftshaus. Sie schickten Delegationen zu den Offizieren, die aber nicht angehört wurden. Daraufhin suchten sie verstärkt Kontakt zu…

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Tausende Matrosen auf dem Exerzierplatz in Kiel

Nachdem die Polizei das Gewerkschaftshaus für den 2. November gesperrt hatte, versammelten sich am Folgetag mehrere tausend Matrosen und Vertreter der Arbeiter nachmittags auf dem Großen Exerzierplatz. Sie waren einem Aufruf des Matrosen Karl Artelt und des Werftarbeiters Lothar Popp, beide USPD-Mitglieder, gefolgt. Die Menge forderte unter der Losung Frieden und Brot die Freilassung der…

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Kriegsende in Bremen

Die heute am 4. November 1918 im „Casino“ tagende, von über 6000 Männern und Frauen besuchte Volksversammlung fordert zum Zwecke der beschleunigten Herbeiführung des Friedens die sofortige Herbeiführung eines Waffenstillstandes zwecks Beginn von Friedensverhandlungen. Sie protestiert aufs schärfste gegen alle Treibereien, die eine Verlängerung des Krieges zum Ziele haben. Ferner fordert die Versammlung die sofortige…

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Erster Soldatenrat in Kiel

Karl Artelt organisierte den ersten Soldatenrat, dem bald weitere folgten. Soldaten und Arbeiter brachten die öffentlichen und militärischen Einrichtungen Kiels unter ihre Kontrolle. Der Gouverneur der Marinebasis, Wilhelm Souchon , mußte die inhaftierten Matrosen freizulassen. Heimlich rief er aber auswärtige Truppen zur Niederschlagung der Bewegung ,  diese wurden aber von den Aufständischen abgefangen. Am Abend des 4. November war Kiel…

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Der Soldatenrat in Bremen

Zwischen dem Garnisonältesten, Oberst Lehmann , und den derzeitigen Vertretern des Soldatenrates […] ist folgendes vereinbart worden: Die militärische Gewalt in Bremen wird zur Vermeidung von Blutvergießen von jetzt ab ausgeübt durch den Oberst Lehmann und die vier oben genannten Mitglieder des Soldatenrates Waffen und Munition werden von einer Kommission in gemeinschaftliche Verwahrung genommen. [. ….

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