Mannheimer Volksversammlung

Revolution 1848 | 1848

Am 27. Februar 1848 tagte die Mannheimer Volksversammlung. Einberufen wurde sie von radikalen Liberalen , unter ihnen der Mannheimer Jurist, Journalist und Revolutionär Gustav Struve . Den äußeren Anlass zur Zusammenkunft bot die Nachricht aus Paris, dass erneut revolutionäre Unruhen mit Barrikadenkämpfen („Februarrevolution“, 22. bis 24. Februar 1848) ausgebrochen seien und der „Bürgerkönig“ Louis Philippe abgedankt habe. Diese Nachricht war die Flamme an der Zündschnur der revolutionären Aufbruchstimmung, die in Baden herrschte und sich bereits in den Versammlungen von Offenburg und Heppenheim manifestiert hatte.

Die Teilnehmer der Mannheimer Volksversammlung verfassten eine an die Regierung in Karlsruhe gerichtete Petition, in der sie „Wohlstand, Bildung und Freiheit für alle Klassen der Gesellschaft, ohne den Unterschied der Geburt und des Standes“ verlangten. Sie mündet in vier Forderungen, die die Eckpunkte des politischen Programms der Märzrevolution markieren:

  • Volksbewaffnung mit freien Wahlen der Offiziere
  • Unbedingte Pressefreiheit
  • Schwurgerichte nach dem Vorbild Englands
  • Sofortige Herstellung eines deutschen Parlaments

Diese Forderungen haben als Märzforderungen Geschichte gemacht. Sie wurden in den Ländern des Deutschen Bundes verbreitet und allenthalben als Adressen an die verschiedenen Regierungen gerichtet.

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