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USPD

Nach der Spaltung der SPD im April 1917 gingen die Parteifunktionäre in Düsseldorf, Solingen, Remscheid zur USPD , teilweise in Elberfeld und Hagen . Überall sonst, also im ganzen eigentlichen Ruhrgebiet, mußte die USP einen Parteiapparat neu aufbauen. Dabei kopierte sie den alten Aufbau der SPD: Ortsvereine deren Zusammenschlüsse zu Kreisvereinen und weiter zu Bezirken nach Reichswahlkreisen , bestimmend waren nicht wirtschaftliche oder betriebliche Gesichtspunkte sondern die alte Struktur der Wahlkreise und die Erfordernisse des Parlamentarismus.

Im Bezirk Niederrhein konnten von Düsseldorf, Solingen und Remscheid aus bald die ersten organisatorischen Fäden in den rheinischen Teil des Ruhrgebiets gezogen werden. Die USP-Organisation In Westfalen war dagegen zunächst relativ schwach. Dortmund war und blieb eine Hochburg der SPD , während sich in Hagen die USP rasch zur führenden Partei entwickelte. Insgesamt blieb der Aufbau der USP-Organisation während des Krieges im eigentlichen Ruhrgebiet bruchstückhaft.

In einigen Elementen ihrer Organisation wich die USP bewußt von der SPD ab, und zwar auf Grund von Erfahrungen, die man bei der Spaltung der alten Partei gemacht hatte. Die beiden wichtigsten Abweichungen: Erstens bestimmte die USP-Satzung, daß die zentralen politischen Fragen innerhalb der Partei durch Urabstimmung der Mitglieder entschieden werden soIlten. Diesen Punkt setzten die Spartakus-Vertreter bei Gründung der Partei durch; zweitens führte die USP ihre Parteiblätter grundsätzlich in der Form der Genossenschaft, um sicherzustellen, daß die politische Richtung der Blätter durch die Mitglieder, nicht durch den Parteivorstand bestimmt wurde.

( nach Erhard Lucas , Märzrevolution im Ruhrgebiet , Band I)

  Eine lebensgefährliche Bedrohung für die Weimarer Republik

(Der Militärputsch vom 13. März 1920)

Der Militärputsch vom 13. März 1920 war eine lebensgefährliche Bedrohung für die junge Weimarer Republik. Der politische Kopf der Putschisten, der rechtsradikale Politiker Woifgang Kapp, hatte ein Programm, das auf eine Kanzlerdiktatur, die Entmachtung der Parteien und den Einbau aller Verbände einschließlich der Gewerkschaften in einen autoritären Korporativstaat hinauslief. Das Unternehmen einmal in Gang gesetzt, konnten die Putschisten hoffen, daß die Dynamik von Putsch und Bürgerkrieg das Militär in die politische Schlüsselposition bringen würde. Wenn sie gesiegt hätten, wäre ein politisches System nach Art von Franco-Spanien die Folge gewesen.

  Die deutsche Revolution wird kommen

(20. Februar 1918, Sitzung der Bremer Bürgerschaft)

Henke (USPD): Es wird die Zeit kommen, wo die Revolution auch an unsere Türen klopft. Einmal wird sie kommen, ja, sie klopft schon jetzt an die Tür. Wir sehen kommen den Kampf der Arbeiter-Organisationen gegen die herrschenden Klassen. Ganz sicher, es wird auch bei uns zur Revolution kommen, und diese Revolution wird sich zeigen nicht als ein stilles Wässerlein, in dem die Frösche quaken, sondern als ein Ozean, dessen Wogen über die Landesgrenzen gehen. Es wird nicht helfen, daß man Schutzdämme dagegen errichtet, wie eben jetzt in der Ukraine geschehen soll. Das ist nicht möglich auf die Dauer.

  Matrosenaufstand in Kiel

(1. November 1918)

Die Matrosen und Heizer versuchten, ein erneutes Auslaufen ihres Geschwaders zu verhindern und die Freilassung ihrer 47 Kameraden von der „Markgraf“ zu erreichen. Etwa 250 von ihnen trafen sich dazu am Abend des 1. November im Kieler Gewerkschaftshaus. Sie schickten Delegationen zu den Offizieren, die aber nicht angehört wurden. Daraufhin suchten sie verstärkt Kontakt zu Gewerkschaften, USPD und MSPD .

  Tausende Matrosen auf dem Exerzierplatz in Kiel

(3. November 1918)

Nachdem die Polizei das Gewerkschaftshaus für den 2. November gesperrt hatte, versammelten sich am Folgetag mehrere tausend Matrosen und Vertreter der Arbeiter nachmittags auf dem Großen Exerzierplatz. Sie waren einem Aufruf des Matrosen Karl Artelt und des Werftarbeiters Lothar Popp, beide USPD-Mitglieder, gefolgt. Die Menge forderte unter der Losung Frieden und Brot die Freilassung der Meuterer, die Beendigung des Krieges und eine bessere Lebensmittelversorgung. Zuletzt zogen die Teilnehmer zur Arrestanstalt, um die verhafteten Matrosen zu befreien.

  Kriegsende in Bremen - USPD-Resolution

(4. November 1918, Bremen)

Die heute am 4. November 1918 im "Casino" tagende, von über 6000 Männern und Frauen besuchte Volksversammlung fordert zum Zwecke der beschleunigten Herbeiführung des Friedens die sofortige Herbeiführung eines Waffenstillstandes zwecks Beginn von Friedensverhandlungen. Sie protestiert aufs schärfste gegen alle Treibereien, die eine Verlängerung des Krieges zum Ziele haben.



49 Beiträge zu USPD im Archiv (10 Seiten, 5 pro Seite)

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Deutsche Revolution - (1045 mal gelesen)

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Bei der Erstellung des 68-seitigen Booklets war die Geschichtswerkstatt Oberhausen von großer Hilfe:
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