Viele Namen von Märzgefallenen lassen sich nicht mehr feststellen.

  1. Vier Menschen aus Bochum – Stiepel und fünf Menschen aus Bochum – Weitmar , deren Namen unbekannt sind, starben während der Verteidigung der Weimarer Republik nach dem Kapp-Putsch vom 13. März 1920
  2. In Halle (Saale) schossen am 17. März 1920 bei Einbruch der Dunkelheit die Zeitfreiwilligen mit Maschinengewehren in die dichtgedrängte Menschenmenge. Ein Toter und eine Anzahl von Verwundeten wurden vom Platze getragen.
  3. In Halle ( Saale) wird am 18. März 1920 die Oberin des Martha-Stiftes durch zwei Handgranaten, die von einem Zeitfreiwilligen Ecke Ulrich- / Jägerstrasse geworfen wurden
  4. Am 27. März 1920 starb ein Mann aus Bochum in Raesfeld im Kampf gegen die Kapp-Putschisten und für die Demokratie in der Weimarer Republik.
  5. etc….

"Unbekannt" im Archiv:

  • 1200 Tote – Leichen am Ufer der Spree
    “Die meisten sind nicht in den Kämpfen gestorben, sondern nach der Verhaftung standrechtlich erschossen worden. Andere starben bei der Bombardierung von Arbeiterquartieren durch schwere Artillerie und Fliegerbomben.” (Der Historiker Dieter Lange in der taz) Das Mitglied des Vollzugsrates, Malzahn, der mit Offizieren verhandelt hatte, sagte über sie, “daß ein derartiger Haß gegen die revolutionäre Arbeiterschaft […]
  • Auf den Straßen Berlins (1846)
    Die Locomotive pfeift Von Trebbin der letzten Station der Anhaltischen Eisenbahn zieht es sich noch beinahe fünf Meilen lang gleichförmig ununterbrochen fort aber schon hier zeigt uns die Gegend die nähernde Nähe des großen traurigen Sandmeeres in dessen Mitte die große Stadt gleichsam als eine Oase liegt Hinter uns so flach und eintönig auch die […]
  • Bottroper erstochen
    In der Aegidistraße in Bottrop wurde ein Denunzierter nachts verhaftet und sofort nach der Verhaftung erstochen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)
  • Denunziert und erschossen in Berlin
    Bei einer nächtlichen Runde des Detachements v. Grothe trat ein unbekannt gebliebener Mann, der einen Ausweis des Reichswehrministers vorwies, auf den Leutnant Baum zu und sagte: ,,Herr Leutnant, lebt der Zigarrenhändler Müller noch? Wenn Sie den kriegen, erschießen Sie ihn, den habe ich zweimal hinter den Barrikaden gesehen!” Baum begab sich nun am 12. März […]
  • Die Erschießung von drei Jungen
    Am 10. März 1919 kamen zu dem jungen Kurt Friedrich (16 Jahre) seine beiden Freunde Hans Galuska (16 Jahre) und Otto Werner (18 Jahre) in die Wohnung der Mutter des Friedrich, am Schlesischen Bahnhof 3, zu Besuch. Die drei jungen Menschen hatten sich nie mit Politik beschäftigt. Sie waren kaum beisammen, als 8 Regierungssoldaten auf […]
  • Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
    Bei einer Haussuchung am 15. Januar 1919 wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Wilmersdorf ohne Haftbefehl durch die Einwohnerwehr verhaftet und nach dem Edenhotel. dem Quartier der Gardekavallerie-Schützendivision, gebracht. Nach der amtlichen Darstellung vom 16. Januar wurde Liebknecht auf der Flucht erschossen, Rosa Luxemburg durch eine große Menge gelyncht. ,,Die Transportführer traf kein Verschulden.” […]
  • Gefoltert und Erschossen in Bottrop
    Der Arbeiter Fritz Schmidt aus Bottrop war verdächtig, an den Kämpfen teilgenommen zu haben; er wurde verhaftet, furchtbar mißhandelt und dann erschossen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – […]
  • Im Wald erschossen
    Ein nicht ganz normaler Afrikakämpfer, Matthias Bißmann , machte an einem zerstörten Panzerauto einige Bemerkungen, worauf er von zwei Zivilisten zum nahen Walde gebracht und dort von Reichswehrtruppen erschossen wurde. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag […]
  • In Elberfeld haben viele tausend Mann
    In Elberfeld haben viele tausend Mann auf die Reichsverfassung geschworen Der Tanz geht los! Der Feind rückt an Die Preußen stehn vor den Toren In Elberfeld gibt´s harten Strauß und Prügel gibts nach Noten Die Preußen ziehn zur Stadt hinaus Mit fünf drei Viertel Toten In Elberfeld geht´s lustig her Die Rheinischen Lazzaroni Bau´n Barrikaden […]
  • Lüttwitz an die Reichsregierung
    Der Reichsregierung teile ich mit, daß ich mich nach Görisdorf bei Angermünde begeben habe. Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, keineswegs aus Sorge um die Sicherheit meiner Person, sondern lediglich in der Absicht — angesichts der ungeheuer schweren bolschewistischen Gefahr –, jedes Hindernis für die Bildung einer Einheitsfront gegen den Bolschewismus aus dem Wege […]
  • Lüttwitz nicht auffindbar
    Als am 23. März 1920 Seeckt dem geflüchteten Lüttwitz mitteilte, daß über ihn die Schutzhaft verhängt worden sei und ihn beschwor, ,,die ehrenwörtliche Versicherung” zu geben, den jetzigen Aufenthaltsort nicht zu verlassen und ,,sich als in Haft befindlich” zu betrachten, hatte Lüttwitz Görlsdorf bereits mit unbekanntem Ziel verlassen. Nach seinen eigenen Angaben war Lüttwitz am […]
  • Mann in Bottrop erschossen
    Ein Mann namens Finke , der nie an den Kämpfen beteiligt war, wurde in Bottrop erschossen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)
  • Mann in Matrosenkleidung erschossen
    Ein Mann, der durch die Liebrechtstraße in Bottrop in Matrosenkleidung ging, wurde auf Grund dieser Kleidung verhaftet und sofort erschossen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III […]
  • Massenmord in München
    Die Einnahme von München:  Am 1. Mai zogen die Truppen der Regierung Hoffmann in München ein. In dem amtlichen Communique schreibt die Regierung: ,,Nunmehr liegt das Ergebnis der von der Polizei angestellten Erhebungen über die Zahl der Opfer der Münchener Kampftage vom 30. April bis 8. Mai vor. Es bedurfte umfangreicher Arbeit, um diese Zusammenstellung […]
  • Mord an Max Weinberger in München
    Max Weinberger war während der Räterepublik Stadtkommandant von München . Er wurde beschuldigt, an Bürgerliche, insbesondere an die Thulegesellschaft , Waffen und Passierscheine ausgegeben zu haben. (Aussage im Geiselmordprozeß, 8. September.) Er wurde abgesetzt und in der Polizeidirektion eingesperrt. Eines Nachts wurde er in einem Auto fortgeführt. Das Auto wurde von einem Unbekannten zum Halten […]


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