Der Bergmann Willy Schulz – ermordet durch die Marinebrigade Loewenfeld zwischen dem 3. und 5. April 1920. Er liegt begraben auf dem Westfriedhof Bottrop . Er kämpfte gegen die Kapp-Putschisten und für die Demokratie in der Weimarer Republik.


"Schulz" im Archiv:

  • Bielefelder Abkommen
    Die Vertreter aller beteiligten Parteien und Erwerbsgruppen erklären, daß sie ihre Forderungen zur Entwirrung der aus dem Kapp-Putsch entstandenen Lage mit der Verfassung und der Regierung auf Grund folgender Vereinbarung in Einklang bringen wollen: Die anwesenden Vertreter der Regierungsparteien werden bei ihren Fraktionen dafür eintreten, daß bei der bevorstehenden Neubildung der Regierung im Reich und in […]
  • Das Freikorps Schulz räumt Mülheim
    Am 19. März räumte das Freikorps Schulz Mulheim , wieder ohne vorgesetzte militärische Stellen zu informieren, die es eigentlich gegen die aus Essen anrückende Rote Armee einsetzen wollten. In der Gegend von Broich und Saarn machte Schulz vorläufig halt. Am nächsten Tag entkam das Freikorps durch Duisburg in die Dinslakener Auffangstellungen der Reichswehr. in Ruhrkampf […]
  • Die 29 Matrosen
    Die amtliche Nachricht lautete (“Berliner Tageblatt”, 12. März 1919): “In der Französischen Str. 32 wurde gestern die Kassenverwaltung der Volksmarinedivision von Regierungstruppen besetzt. Frühere Angehörige der jetzt aufgelösten Volksmarinedivision, die von dort noch Gelder holen wollten, sind festgenommen worden. Die Gefangenen trugen teilweise noch Waffen. Infolgedessen kam es bei der Verhaftung zu tätlichem Widerstand. Die Mannschaften […]
  • Eintausend kampfbereite Arbeiter in Köpenick
    Am 16. März 1920 wurde in Köpenick im Lokal Fuchs , Alter Markt 3 ,Vertretern der Arbeiterparteien USPD und KPD  das »Sozialistische Verteidigungskomitee« gegründet. Vorsitzender wurde der Stadtverordnete Alexander Futran (42), Ingenieur, ( USPD ). Miltärischer Führer war der Stadtverordnete Alfred Rebe ( KPD ). Der Wirkungsbereich des Komitees reichte weit über Köpenick hinaus, er […]
  • Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
    Bei einer Haussuchung am 15. Januar 1919 wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Wilmersdorf ohne Haftbefehl durch die Einwohnerwehr verhaftet und nach dem Edenhotel. dem Quartier der Gardekavallerie-Schützendivision, gebracht. Nach der amtlichen Darstellung vom 16. Januar wurde Liebknecht auf der Flucht erschossen, Rosa Luxemburg durch eine große Menge gelyncht. ,,Die Transportführer traf kein Verschulden.” […]
  • Freikorps morden im Ruhrgebiet
    Hagen, den 6. April, mittags 12 Uhr (Teleph. Bericht) : Im Ruhrgebiet herrscht der weiße Schrecken. Die angekündigte “Polizeiaktion” scheint sich in einen planmäßigen Rachefeldzug der Generäle zu verwandeln. Die Militärs handeln selbständig, ohne sich irgendwie um die Weisungen der Regierung zu kümmern.(…) Der Kommandant des jüngst geschlagenen Freikorps Schulz hat dem Berichterstatter des holländischen […]
  • Freikorps Schulz stellt sich auf die Seite der Putschisten
    Die Nachricht vom Staatsstreich Kapp-Luttwitz erreichte den Kommandeur des in Mülheim liegenden Freikorps Schulz bei der Kommandeursbesprechung in Münster . Major Schulz  eilte so schnell wie möglich nach Mülheim und erließ dort zunächst eine für die Öffentlichkeit bestimmte Erklärung, daß sich seine Truppe nur für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung einsetzen werde, ,,aber keinei Partei […]
  • Großer Sieg der Arbeiterklasse in Rheinland-Westfalen
    Großer Sieg der Arbeiterklasse in Rheinland-Westfalen! Die rheinisch-westfälische Arbeiterschaft hat über die Reichswehrtruppen, die zu der Verbrecherregierung Kapp übergetreten waren, einen glänzenden Sieg erfochten. Noch am vorigen Sonntag (14. 3. 20) bangte sie um ihren Erfolg. Nur wenige Waffen standen zu ihrer Verfügung. Das Freikorps Lichtschlag stand marschbereit auf dem Wege nach Hagen . In […]
  • Handgranaten töten zwei Menschen in Mühlheim
    Am Abend des 18. März 1920 warfen Soldaten des Freikorps Schulz  eine Eierhandgranate in eine Menge auf dem Kaiserplatz in Mühlheim und töteten zwei Arbeiter im Alter von 23 Jahren. in Ruhrkampf 1920 – Die vergessene Revolution (1995)
  • Panik in der Festung Wesel
    Während der Belagerung der letzten Bastion der Konterrevolution durch die siegreiche Rote Armee brach unter den in der Festung Wesel eingeschlossenen Truppen eine wahre Panik aus, wie der Kommandant, General Kabisch , berichtete. Die Sicherheitspolizei und Teile des Regiments 62 flüchteten in Zivil über den Rhein oder nach Norden, die Zeitfreiwilligen lösten sich auf, und […]
  • Schüsse am Kaiserplatz in Mülheim
    Die Kaserne des Freikorps Schulz in Mülheim wird ein vorrangiges Ziel der sich bildenden Roten Armee. So hatten die Arbeiter die Kämpfe in Essen nicht gewollt und auch nicht eingeplant, ihr Ziel war Mülheim . In der Stadt hatte schon am ersten Tag des Generalstreiks (15. März) eine große Zahl von Arbeitern die zur Kaserne […]
  • Sofortige Einstellung der Truppenbewegung
    Die drei sozialistischen Parteien des Industriegebietes, die heute morgen zu einer Konferenz hier vereinigt waren, stellten sich einmütig auf den Standpunkt, daß alle Kräfte eingesetzt werden müssen, um die Reaktion niederzuschlagen. In keiner Weise kann sie General v. Watter Vertrauen entgegenbringen, der als reaktionärer monarchistischer Offizier heute morgen die Arbeiter zur Abgabe der Waffen aufforderte, […]
  • Soldaten erschiessen Arbeiter in Hamborn
    Am Morgen des 4. April wurde in Hamborn ein Arbeiter von Soldaten gezwungen , in einem Garten ein Loch auszuheben. Angeblich lief er dabei weg und wurde erschossen. Auf Anfrage erklärte Major Schulz , das Verbot von Erschießungen sei erst um 11:30 bei ihm eingegangen. Quelle: Ernst Müller an Severing am 10. April 1920 , […]
  • Und wenn 150 Mann erschossen werden
    Am 11. März 1919 war in Berlin ein Löhnungsappell der Volksmarinedivision angesetzt. General Lüttwitz gab dem Leutnant Marloh Auftrag, dort möglichst viele Mitglieder zu verhaften. Die 250 Matrosen, die völlig ordnungsliebende Elemente waren — ein Teil hatte bei den Unruhen die Reichsbank bewacht, — kamen einzeln, beinahe alle unbewaffnet, um sich die ihnen zustehende Löhnung zu […]
  • Verwundet und dann getötet
    Nach einem Bericht des städtischen Beigeordneten Borgschulze in Hamm wurden zwei verwundete  Arbeiter auf einen Stuhl gesetzt und dann erschossen (der Tag ist nicht angegeben). Quelle: Bei Severing S. 210 – in Märzrevolution III (1978)


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