Polizeipräsidium Alexanderplatz

| 1889

Dort wo in Berlin der “Ochsenkopf” stand, eine berüchtigte Berliner Stafanstalt und späteres Obdachlosenasyl, wurde 1889 das Polizeipräsidium Alexanderplatz errichtet.  Auch eine “Irrenanstalt” und einige Militärgebäude mussten dem neuen, grossen Polizeipräsidium weichen, welches nun das frühere Gefängnis und Polizeirevier  am Molkenmarkt nahe der Nikolaikirche ersetzte. Damals lebten bereits etwa 1,5 Millionen Menschen in Berlin, und ihre Zahl stieg Jahr für Jahr. Die “Zwingburg am Alex” ist damals das drittgrößte Gebäude von Berlin, nur übertroffen vom Stadtschloß und vom Reichstag. Im Inneren  befinden sich auf mehr als 10.000 qm neben dem Gefängnis auch Dienstwohnungen für leitende Polizeibeamte. Dort, wo in den 1930er Jahren die Gestapo Gefangene folterte und misshandelte und unter anderem Ernst Thälmann gefangen hielt, steht seit 2007 das grösste Berliner Kaufhaus “Alexa”. (Quelle und weitere Informationen)

Polizeipräsidium Alexanderplatz 19190


"Polizeipräsidium Alexanderplatz" im Archiv:

  • Falschmeldung: Die Lichtenberger Greuel
    Im März 1919 kam es zu Kämpfen zwischen den in der Revolution aufgestellten republikanischen Verbänden, die aufgelöst werden sollten, und den unter dem Befehl von Reinhardt ( Oberst Reinhardt ) stehenden Regierungstruppen und Freikorps. Den republikanischen Truppen schlossen sich einige Arbeiter an. In einem offiziellen Bericht vom 9. März 1919 teilte die Gardekavallerie-Schützendivision der Berliner […]
  • Schlacht am Alexanderplatz 1919
    Am Nachmittag des 5. März kam es am Polizeipräsidium Alexanderplatz zum ersten massiven bewaffneten Zusammenstoß. Das Freikorps Lützow hatte über Nacht das Präsidium besetzt und eröffnete das Feuer auf die am Alexanderplatz eingesetzte Republikanische Soldatenwehr, die nicht bereit war, bedingungslos den Militaristen zu  folgen und an der Seite der Freikorps bei der blutigen Niederschlagung des Proletariats […]


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