Märzrevolution II

| 1973

Erhard Lucas : Märzrevolution 1920. II. Der bewaffnete Arbeiteraufstand im Ruhrgebiet in seiner inneren Struktur und in seinem Verhältnis zu den Klassenkämpfen in den verschiedenen Regionen des Reiches – 1973


"Märzrevolution II" im Archiv:

  • Auf der Flucht erschossen
    Am 7. Mai verließ die Marinebrigade Bottrop. Darauf kehrten, unter anderen, die beiden Bergleute Richard Pelledun und Josef Meinka , die vor dem Einmarsch der Brigade geflohen waren, in die Stadt zurück. Pelledun war Mitglied des Vollzugsrats gewesen, hatte mehrmals zurücktreten wollen, war aber vom Bürgermeister bewogen worden, im Vollzugsrat zu bleiben. Nach seiner Rückkehr […]
  • Auf der Flucht erschossen in Altenessen
    In der Nacht vom 7. zum 8. April 1920  erschienen um 3 30 Uhr in Essen – Altenessen. vier Sipos und ein Polizeiwachtmelster in der Wohnung des Straßenbahnschaffners Friedrich Siek . Sie verlangten seine Papiere und behaupteten, er ,,habe mitgekämpft und geplündert”; dann: ,,Sie sind reif und gehen mit!”  (Bei einem späteren Gerichtsverfahren stellte sich heraus […]
  • Auf der Flucht erschossen in Dortmund
    Dortmund. Am 9. April 1920 wurde der Hilfssarbeiter Franz Zirkel aus Lütgendortmund auf dem Transport ins Dortmunder Stadtgefängnis ,,auf der Flucht erschossen”. Er hatte angeblich zwei Begleitsoldaten angegriffen und dann versucht zu fliehen. Quelle: bei Is Ka und I Tbl , 10.4.1920 – hier bei Märzrevolution III , Lucas (1978)
  • Bauch aufschlitzen
    Die typische Redensart der Soldaten bei bei Haussuchungen und Verhaftungen war eindeutig: ,,Bauch aufschlitzen, Hosentaschen draus machen, Hände reinlegen”. Quelle: VstH : 22. April 1920 – bei Lucas Märzrevolution III (1978)
  • Bergmann ermordet
    In der Nacht vom 10. zum 11. April wurde in Bottrop der Bergmann Beckfeld aus dem Bett heraus verhaftet; am nächsten Morgen fand man ihn tot auf dem Friedhof in Eigen . Bei der Roten Armee gewesen war er nicht, wohl aber sein geflohener Bruder (das hatte anscheinend genügt) Töneböhn an Severing 11.4.1920 , in […]
  • Bottroper erstochen
    In der Aegidistraße in Bottrop wurde ein Denunzierter nachts verhaftet und sofort nach der Verhaftung erstochen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)
  • Brief aus dem Gefängnis in Dortmund
    Werte Kollegen. … die bestialische Mißhandlung, die an mir, und vielen anderen verübt worden ist, ist mit der Feder nicht zu beschreiben. Es ist Haar Sträubend. Ich Persönlich kann heute weder Liegen auf dem Rücken, noch Sitzen. Mit mir ist am fraglichem Tage noch einer verhaftet worden. Wir sind zusamen zu der Reaktionären Wache Rosentahl geführt worden, als […]
  • Buchstäblich erschlagen
    Auf der Gladbeckerstraße in Bottrop zog man zwei Mann gewaltsam in ein Panzerauto hinein und erschlug sie buchstäblich… mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug – in Ernst , S. 66f. – daher Märzrevolution III (1978)
  • Drei Arbeiter in Hamm ermordet
    Morde der Brigade Epp. Am 3. April 1920 , zwei Tage nach dem Massaker von Pelkum , wurden in Hamm nochmals drei als “Aufrührer” bezeichnete Arbeiter erschossen. In Wf Anz 6.4.1920 ; Is Ka 7.4.1920 ; in Märzrevolution III (1978)
  • Fünf Männer in Recklinghausen erschossen
    Am 3. April 1920 wurden um 12 Uhr  in Recklinghausen vier Männer, die das Standgericht im Rathaus zum Tode verurteilt hatte, im Hof des Amtsgerichts erschossen (die Bergleute Heinrich Weber aus Recklinghausen, 33 Jahre alt, Peter Taus , 19 Jahre alt, und Joseph Henrijch, 21 Jahre alt, beide aus Erkenschwick , und der Zauberkünstler Franz Biege […]
  • Fünf Tote auf jüdischem Friedhof
    Am 8. April 1920 um  11.15 Uhr fuhr ein Lastwagen einer Oberhausener Firma mit vier Sipos und fünf Arbeitern, die in einem Ledigenheim in Essen – Rüttenscheid verhaftet worden waren, vor dem Rathaus in Mülheim vor. Die Sipos führten ihre Gefangenen hinein. Nach einer Viertelstunde kamen sie wieder mit ihnen heraus (es war später nicht mehr […]
  • Gefangene erschossen
    Am 12. April 1920 erklärte eine Abordnung der Bottroper SPD unter Führung eines Steigers bei Mehlich in Münster : ,,Gefangene, die abtransportiert werden sollten, sind nachts, wenn niemand mehr auf der Straße sein darf, erschossen worden. Auch auf Lastwagen abtransportierte Gefangene haben ihren Bestimmungsort nicht erreicht” über Loewenfeld – Lichtschlag in Bottrop  Quelle: In Nachlaß Severing […]
  • Gefoltert und Erschossen in Bottrop
    Der Arbeiter Fritz Schmidt aus Bottrop war verdächtig, an den Kämpfen teilgenommen zu haben; er wurde verhaftet, furchtbar mißhandelt und dann erschossen. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag ) – in Ernst , S. 66f. – […]
  • Im Wald erschossen
    Ein nicht ganz normaler Afrikakämpfer, Matthias Bißmann , machte an einem zerstörten Panzerauto einige Bemerkungen, worauf er von zwei Zivilisten zum nahen Walde gebracht und dort von Reichswehrtruppen erschossen wurde. Genaues Datum unbekannt, etwa Mitte April 1920, – mitgeteilt von Josef Ernst (Hagen) , der aus Bottrop besonders zahlreiches Material zusammentrug ( Loewenfeld / Lichtschlag […]
  • In Bottrop auf der Flucht erschossen
    Am 7. Mai verließ die Marinebrigade Bottrop. Darauf kehrten, unter anderen, die beiden Bergleute Richard Pelledun und Josef Meinka , die vor dem Einmarsch der Brigade geflohen waren, in die Stadt zurück. Pelledun war Mitglied des Vollzugsrats gewesen, hatte mehrmals zurücktreten wollen, war aber vom Bürgermeister bewogen worden, im Vollzugsrat zu bleiben. Nach seiner Rückkehr […]


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