Leschinsky

| 1903

Johannes “Hannek” Leschinsky: ehemaliger Bergmann und Arbeiterdichter aus Oberhausen-Holten, erlebte die Revolutionszeit als Jugendlicher mit. Viele dieser Erlebnisse hat er in Liedern und Gedichten festgehalten. Die meisten seiner Liedtexte schrieb er auf bekannte Melodien, um ein nachsingen zu erleichtern. Neben politischen Texten entstanden auch Lieder für Arbeitersportvereine.
Während der Zeit seiner Erwerbslosigkeit erstellte er 1930 ein eigenes Liederbuch, das in einer Auflage von 1.000 Stück gedruckt und für 20 Pfennig verkauft wurde. Die letzten hundert Exemplare musste er 1933 aus Angst vor Verfolgung durch die Nationalsozialisten verbrennen.


"Leschinsky" im Archiv:

  • Märzstürme (Vorwort für das Theaterstück)
    Es gibt viele Arten, einen Menschen unfrei zu machen und zu halten. Eine davon ist, seine Erinnerungen auszulöschen. Es geht um Wurzeln. Dass nicht nur Bäume Wurzeln haben, dass die Gegenwart, so wie sie ist, nicht jeden Tag aufs Neue ausgewürfelt wird, sondern gewachsen ist aus der Vergangenheit, weiss jeder. Als die Industrien des Ruhrgebietes […]
  • Wie bei uns Geschichte geschrieben wird
    Wenn man bedenkt, was alles geschrieben und getan wurde, um die Erinnerungen an jene aufregenden Ereignisse, die sich im Frühjahr 1920 im Ruhrgebiet zugetragen haben, vergessen zu machen, so verwundert es kaum, dass man heute selten jemanden findet, dem zu “Kapp-Putsch, Rote Ruhrarmee oder “Märzrevolution 1920” irgendetwas einfällt. Bereits am 13. September 1920 lehnt die […]


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