KPD

| 1918

Der Spartakusbund, der sich zum Jahresende 1918 von der USP trennte und die KPD (die dritte Arbeiterpartei neben SPD und USP ) gründete, konnte keine nennenswerten Teile des linken USP-Flügels an sich ziehen. Der wichtigste unmittelbar wirksame Beschluß der jungen KPD war, sich nicht an der Wahl zur Nationalversammlung zu beteiligen. Das wurde außerhalb der Partei allgemein als Sanktionierung einer “Putschtaktik” verstanden, die schon seit der Revolution den Spartakusanhängern zugeschrieben wurde, und auch ein Teil der Parteianhänger selbst verstand den Beschluß in diesem Sinne. Allgemein wuchs das Mißtrauen zwischen Regierung und Linksradikalen.


"KPD" im Archiv:

  • 1200 Tote – Leichen am Ufer der Spree
    “Die meisten sind nicht in den Kämpfen gestorben, sondern nach der Verhaftung standrechtlich erschossen worden. Andere starben bei der Bombardierung von Arbeiterquartieren durch schwere Artillerie und Fliegerbomben.” (Der Historiker Dieter Lange in der taz) Das Mitglied des Vollzugsrates, Malzahn, der mit Offizieren verhandelt hatte, sagte über sie, “daß ein derartiger Haß gegen die revolutionäre Arbeiterschaft […]
  • 1500 bewaffnete Arbeiter in Hagen
    Gemeinsame Aktion: Nach der Riesenversammlung auf der Springe herrschte bis in die späten Nachmittagsstunden Ruhe. Um 5 Uhr begaben sich die Abgesandten der Gewerkschaften und sozialistischen Parteien zum Polizeiinspektor, um die versprochenen Gewehre in Empfang zu nehmen. Nach Bekanntgabe eines eingelaufenen Telegramms des Wehrkreiskommandeurs Watter, das die Ausgabe von Waffen verbot, einigte man sich darauf, […]
  • Albatros-Werft in Hirschgarten angegriffen
    Am 15. März 1920 wurde gegen 13.30 Uhr von ca. 20 bewaffneten Arbeitern die Albatros- Werft in Hirschgarten ( bei Berlin ) angegriffen und die dort stationierten Soldaten entwaffnet. Die alarmierte Polizei konnte durch Verhandlungen mit dem Stadtverordneten Otto Nickel (SPD) nur erreichen, daß dieser zusagte, die Waffen in der 1. Gemeindeschule in der Amtstraße einzulagern. […]
  • An die Soldaten der Reichswehr
    An die Soldaten der Reichswehr! Soldaten! Ein Haufen ehrgeiziger Generale hat sich mit Eurer Hilfe der Regierungsgewalt bemächtigt. Die Offiziersclique hat, Euch irreführend, die Republik gestürzt, die Ihr zu schützen glaubtet. Nie ist leichtfertiger und verbrecherischer der Bürgerkrieg entfacht worden als von den Lüttwitz und Kapp . Wer vernichtet den letzten Rest wirtschaftlichen Lebens, das Ihr sichern wolltet? Nicht Spartakus, […]
  • Auf zum Generalstreik (Berlin)
    Auf zum Generalstreik ! An alle Arbeiter, Angestellten und Beamte! Männer und Frauen! Die militärische Reaktion hat ihr Haupt von neuem erhoben und in Berlin die Gewalt an sich gerissen. Pflichtvergessene Reichswehrtruppen sind hier unter Führung meuternder Offiziere  einmarschiert und haben sich neben der vom Volk gewählten Regierung eine illegale Gewalt angemaßt. Die Reaktionäre haben die Nationalversammlung […]
  • Aufruf des Aktionsausschusses Brandenburg zum Generalstreik
    Der Generalstreik proklamiert! Arbeiter, Bürger und Genossen! Um den Kampf gegen die wahnsinnigen Putschversuche einer reaktionären Soldateska mit aller Energie aufzunehmen, haben die Funktionäre und Vertrauensleute aller sozialistischen Parteien und der Gewerkschaften gestern abend einstimmig beschlossen, den Generalstreik zu proklamieren. Die Dauer des Generalstreiks ist vorläufig bis auf Dienstagabend 6 Uhr festgesetzt worden und wird […]
  • Aufruf gegen die Putschregierung – Niederrhein
    An die Gesamt-Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenschaft von Rheinland-Westfalen! Nachdem durch einen vorläufig gelungenen Putsch in Berlin es der Reaktion gelungen ist, eine gegenrevolutionäre Regierung aufzurichten, verpflichten sich die sozialistischen Parteien des Bezirks Niederrhein, den Kampf gegen die neugebildete Kapp-Regierung mit allen Kräften geschlossen aufzunehmen. “,”Der einheitliche Kampf ist zu führen mit dem Ziele: Erringung der […]
  • Aufstand in Esslingen
    Über die Ereignisse in Eßlingen berichtet die “Volkszeitung”: Am Dienstagvormittag, 9 Uhr, wurde die Arbeit in allen Betrieben eingestellt. In geschlossenen Zügen marschierten die Arbeiter zum Marktplatz, wo eine Riesenversammlung tagte, wie sie Eßlingen noch nie gesehen. Von dem Balkon des Rathauses sprachen neben unserm Genossen Kenngott der Metallarbeiterverbandsbeamte Ohnsmann von der KPD und Speich […]
  • Beginn der Novemberrevolution
    Die Revolution begann am 3. November 1918 mit dem bewaffneten Aufstand der Matrosen in Kiel. Am 31. Oktober nachts war das III. Geschwader der Hochseeflotte nach Kiel zurückgekehrt. Noch vor dem Einlaufen in den Hafen hatte der Chef des Geschwaders, Admiral Kraft, erneut revolutionäre Matrosen verhaften lassen. Die Erbitterung der Matrosen wuchs weiter an. Am 1. […]
  • Besprechung bei Reichskanzler Bauer zur Bildung einer Arbeiterregierung
    Am 22. März 1920, nachmittags 2 Uhr 30 Min., fand beim Herrn Reichskanzler eine Sitzung mit Vertretern der Gewerkschaften und der beiden sozialdemokratischen Fraktionen statt. Hierbei trug Legien die Forderungen vor, die 1. auf Verhandlung mit den bürgerlichen Parteien über Bildung einer reinen Arbeiterregierung und 2. auf Säuberung der Truppen und der Sicherheitswehr und ihre Entfernung […]
  • Bielefelder Abkommen
    Die Vertreter aller beteiligten Parteien und Erwerbsgruppen erklären, daß sie ihre Forderungen zur Entwirrung der aus dem Kapp-Putsch entstandenen Lage mit der Verfassung und der Regierung auf Grund folgender Vereinbarung in Einklang bringen wollen: Die anwesenden Vertreter der Regierungsparteien werden bei ihren Fraktionen dafür eintreten, daß bei der bevorstehenden Neubildung der Regierung im Reich und in […]
  • Bildung einer Arbeiterwehr in Chemnitz
    Ein Aktionsausschuß, gebildet aus den drei Parteien: Sozialdemokraten , Kommunisten und Unabhängigen , hat im Bereich der Stadt Chemnitz und Umgegend die politische Macht und vollziehende Gewalt übernommen. Jede andere Behörde ist diesem Aktionsausschuß unterstellt und hat dessen Anordnungen unbedingt Folge zu leisten. Die Technische Nothilfe und der Bürgerrat werden als aufgelöst erklärt. Die Einwohnerwehr […]
  • Blutbad vor dem Reichstag
    Die blutigste Demonstration in der deutschen Geschichte ereignete sich, als in den Mittagsstunden des  13. Januar 1920 mindestens 100.000 Arbeiter von AEG, Siemens, Daimler, Knorr-Bremse und anderen Berliner Großbetrieben in die Berliner Innenstadt zogen, um auf dem Königsplatz vor dem Reichstag gegen die Verschärfung des Betriebsrätegesetzes zu demonstrieren. Die Regierung hatte zum Schutz des Reichtages aber […]
  • Des Volkes Freiheiten verteidigen
    Arbeitermassen heraus! Die Militärputschisten und deren Hintermänner haben das gemeinste Verbrechen am Volke begangen, sie haben mit Hilfe ihr willfähriger Reichswehr- und einstiger Baltikumtruppen die verfassungsmäßige, vom Volke gewählte Regierung gestürzt und eine Militärdiktatur errichtet. Dem arbeitenden Volke sollen wieder Sklavenketten angelegt werden! Die von diesen Verbrechern gestürzte Regierung, unsere Regierung, fühlt sich nicht als […]
  • Die Arbeiter in Hagen bewaffnen sich
    ,,Gemeinsame Aktion. Nach der Riesenversammlung auf der Springe herrschte bis in die späten Nachmittagsstunden Ruhe. Um 5 Uhr begaben sich die Abgesandten der Gewerkschaften und sozialistischen Parteien zum Polizeiinspektor, um die versprochenen Gewehre in Empfang zu nehmen. Nach Bekanntgabe eines eingelaufenen Telegramms des Wehrkreiskommandeurs Watter , das die Ausgabe von Waffen verbot, einigte man sich […]


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