Der Zimmermann Friedrich Kleine – ermordet durch die Marinebrigade Loewenfeld zwischen dem 3. und 5. April 1920. Er liegt begraben auf dem Westfriedhof Bottrop . Er kämpfte gegen die Kapp-Putschisten und für die Demokratie in der Weimarer Republik.


"Kleine" im Archiv:

  • Angeblich Russen
    Die Morgenblätter berichten von Vergleichsverhandlungen, aber gleichzeitig gehen die Spartakusleute in der Besetzung von wichtigen Gebäuden immer weiter. Vierzehn Russen sollen in Deutschland sein, und sie geben offenbar auf Grund ihrer Erfahrungen in Rußland die Anweisungen, welche Behörden und Stellen am wichtigsten sind zur Besetzung. Es wird planmäßig vorgegangen. Zuerst werden die Zeitungen als Vermittler […]
  • Auf den Straßen Berlins (1846)
    Die Locomotive pfeift Von Trebbin der letzten Station der Anhaltischen Eisenbahn zieht es sich noch beinahe fünf Meilen lang gleichförmig ununterbrochen fort aber schon hier zeigt uns die Gegend die nähernde Nähe des großen traurigen Sandmeeres in dessen Mitte die große Stadt gleichsam als eine Oase liegt Hinter uns so flach und eintönig auch die […]
  • Beginn der Novemberrevolution
    Die Revolution begann am 3. November 1918 mit dem bewaffneten Aufstand der Matrosen in Kiel. Am 31. Oktober nachts war das III. Geschwader der Hochseeflotte nach Kiel zurückgekehrt. Noch vor dem Einlaufen in den Hafen hatte der Chef des Geschwaders, Admiral Kraft, erneut revolutionäre Matrosen verhaften lassen. Die Erbitterung der Matrosen wuchs weiter an. Am 1. […]
  • Der schwäbisch-fränkische Bauernkrieg
    Von dem Augenblick an, wo Luthers Kriegserklärung gegen die katholische Hierarchie alle Oppositionselemente Deutschlands in Bewegung gesetzt, verging kein Jahr, in dem nicht die Bauern ebenfalls wieder mit ihren Forderungen hervortraten. Von 1518 bis 1523 folgte ein lokaler Bauernaufstand im Schwarzwald und in Oberschwaben auf den andern. Seit Frühjahr 1524 nahmen diese Aufstände einen systematischen […]
  • Des Paukers von Niklashausen Predigt von allgemeiner Gleichheit und Freiheit
    Durch das ganze Mittelalter hin war von Zeit zu Zeit das Landvolk gegen adelige und geistliche Herren aufgestanden, teils zur Wahrung seiner alten, ursprünglichen Freiheit, teils zur Abwehr der Willkür, welche gewaltsam die Lasten der Unfreien schwerer, die Hörigen zu Leibeigenen machen wollte. Dieser Kampf zeigt sich durch ganz Europa auf vielen Punkten. Die Bauern […]
  • Die Bauern verlassen Heilbronn
    Am 22. zogen die Bauern wieder ab, nachdem sie eine kleine Besatzung hinterlassen hatten. Heilbronn sollte das Zentrum der verschiedenen Haufen werden, die auch wirklich Delegierte hinschickten und über gemeinsame Aktion und gemeinsame Forderungen der Bauernschaften berieten. Aber die bürgerliche Opposition und die seit dem Einmarsch der Bauern mit ihr verbündete Ehrbarkeit hatten jetzt wieder […]
  • Die Kinderhölle des Kapitalismus
    Wer einen Erwachsenen leiden sieht, kann allenfalls noch hartherzig vorbeigucken. Aber wer ein Kind leiden sieht, dem läuft es, wenn er noch ein einigermaßen anständiger Kerl ist, dreimal den Buckel herunter. Beim Kind liegt noch offen zutage, was der liebe Gott mit den Menschen eigentlich vorgehabt hat. Beim Kind wirkt Schmerz und Elend doppelt stark, […]
  • Die Kinderhölle in Berlin
    Die Bilder, die hier veröffentlicht werden, bedürfen keines Kommentars. Sie reden selbst laut und furchtbar. Sie erzählen den Untergang eines Volkes. Hunderttausende von Deutschen, Millionen von deutschen Kindern leben heute in diesem Elend. Langsam ist es empor gekrochen: vom Lumpenproletariat zu den Arbeitslosen, von den Arbeitslosen zu den kleinen Handwerkern und Rentenempfängern, von diesen bis […]
  • Die letzte Schlacht des Bauernkrieges
    Die Allgäuer hatten seit dem Abzug des Truchseß ihre Kampagne gegen Klöster und Schlösser wieder aufgenommen und für die Verwüstungen der Bündischen energische Repressalien geübt. Sie hatten wenig Truppen sich gegenüber, die nur einzelne kleine Überfälle unternahmen, ihnen aber nie in die Wälder folgen konnten. Im Juni brach in Memmingen, das sich ziemlich neutral gehalten […]
  • Die Nationalversammlung
    Von der Deutschen Tageszeitung, der Vossischen und dem Vorwärts bis zur unabhängigen Freiheit, von Reventlow, Erzberger, Scheidemann bis Haase und Kautsky ertönt ein einmütiger Ruf nach der Nationalversammlung und ein ebenso einmütiger Angstschrei vor der Idee: die Macht in die Hände der Arbeiterklasse. Das ganze „Volk“, die ganze „Nation“ soll dazu berufen werden, über die […]
  • Die politischen Lager vor der Reformation
    Diese gewaltsame, aber dennoch aus der Lebenslage der plebejischen Fraktion sehr erklärliche Antizipation auf die spätere Geschichte finden wir zuerst in Deutschland, bei Thomas Münzer und seiner Partei. Bei den Taboriten hatte allerdings eine Art chiliastischer Gütergemeinschaft bestanden, aber nur als rein militärische Maßregel. Erst bei Münzer sind diese kommunistischen Anklänge Ausdruck der Bestrebungen einer […]
  • Ein Massenmord mit schätzungsweise rund 1.000 Toten
    Ende März 1920 war unter den Aufständischen bis auf kleine Minderheiten die Erkenntnis allgemein, daß die Bewegung abgebrochen werden müsse; von einer einzigen Region aus, und war sie im Rahmen der deutschen Gesamtwirtschaft auch noch so wichtig, ließen sich die politischen Verhältnisse im Deutschen Reich nicht verändern. Die Selbstauflösung der Aufstandsbewegung lag zum Greifen nahe.“ […]
  • Fürstenpredigt
    Am 13. Juli 1524 hielt Thomas Müntzer die sogenannte Fürstenpredigt zu Allstedt vor Kurfürst Johann und dessen Sohn Johann Friedrich. Darin  griff er die sozialen Missstände scharf an: „“Es ist zu wissen, daß der armen, elenden, zerfallenden Christenheit weder zu raten noch zu helfen ist… …es sei denn daß die fleißigen, unverdroßnen Gottesknechte täglich die Biblien treiben mit […]
  • Hans Böheim von Niklashausen
    Es war im Jahre 1476, zur Zeit da Rudolf von Scherenberg auf dem Bischofsstuhl zu Würzburg saß, als ein Hirte des Viehes zu Niklashausen im Frankenland sich unterfing, als Prediger und Prophet autzutreten. Das war ein Jüngling, Hans Böheim, insgemein Pauker oder Pfeiferhäns-lein genannt, weil er auf den Kirchweihen und Hochzeiten an der Tauber hin […]
  • Klaus Störtebecker
    Ein blauer, durchsichtiger Himmel wölbte sich über Wasser und Land. Häuser und Türme, Schiffe und Kräne standen leicht und unbeschwert im klaren Licht des Vorfrühlingstages. Die Ostsee war seit einigen Wochen eisfrei. Der Hafen sah einem Tier gleich, das aus langem, faulem Schlaf erwacht ist und sich schüttelt. Alles war in Bewegung. Schreien, Hämmern, Klopfen, […]


  • Mehr zu Kleine