Illustrierte Geschichte der Novemberrevolution

| 1968

Günter Hortzschansky mit Anderen: Illustrierte Geschichte der Novemberrevolution in Deutschland. Herausgegeben vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED. Dietz, Berlin 1968.


"Illustrierte Geschichte der Novemberrevolution" im Archiv:

  • 1200 Tote – Leichen am Ufer der Spree
    “Die meisten sind nicht in den Kämpfen gestorben, sondern nach der Verhaftung standrechtlich erschossen worden. Andere starben bei der Bombardierung von Arbeiterquartieren durch schwere Artillerie und Fliegerbomben.” (Der Historiker Dieter Lange in der taz) Das Mitglied des Vollzugsrates, Malzahn, der mit Offizieren verhandelt hatte, sagte über sie, “daß ein derartiger Haß gegen die revolutionäre Arbeiterschaft […]
  • Ausweisung der Sowjetrussischen Botschaft
    Zur konterrevolutionären Politik der Reichsregierung gehörte auch die gegen die sowjetrussische Botschaft in Berlin gerichtete Provokation vom 4. November. Schon seit Tagen hatten Regierungskreise nach Mitteln und Wegen gesucht, um die diplomatischen Vertreter der Sowjetregierung aus Deutschland zu entfernen. Scheidemann hatte auf der Sitzung der Staatssekretäre am 28. Oktober einen Vorschlag unterbreitet, der dann auch […]
  • Beginn der Novemberrevolution
    Die Revolution begann am 3. November 1918 mit dem bewaffneten Aufstand der Matrosen in Kiel. Am 31. Oktober nachts war das III. Geschwader der Hochseeflotte nach Kiel zurückgekehrt. Noch vor dem Einlaufen in den Hafen hatte der Chef des Geschwaders, Admiral Kraft, erneut revolutionäre Matrosen verhaften lassen. Die Erbitterung der Matrosen wuchs weiter an. Am 1. […]
  • Die Gründung des Spartakusbundes
    In den ersten Tagen der Revolution hatten sich in allen Teilen Deutschlands die Angehörigen der Spartakusgruppe und andere linke Kräfte als die konsequentesten Revolutionäre erwiesen. Doch hatte ihr Heldentum das Fehlen einer revolutionären Partei nicht zu ersetzen vermocht. Ein Weiterführen der Revolution war unmöglich, wenn es nicht gelang, den Arbeitern und Soldaten Klarheit über das […]
  • Falschmeldung: Die Lichtenberger Greuel
    Im März 1919 kam es zu Kämpfen zwischen den in der Revolution aufgestellten republikanischen Verbänden, die aufgelöst werden sollten, und den unter dem Befehl von Reinhardt ( Oberst Reinhardt ) stehenden Regierungstruppen und Freikorps. Den republikanischen Truppen schlossen sich einige Arbeiter an. In einem offiziellen Bericht vom 9. März 1919 teilte die Gardekavallerie-Schützendivision der Berliner […]
  • Generalstreik in Berlin am 4. März 1919
    Der Vorstand der Berliner Bezirksorganisation der SPD forderte am Morgen des 4. März die Mitglieder auf, sich”gegen jeden terroristischen Streikzwang” der Vollversammlung der Arbeiter- und Soldatenräte “energisch zur Wehr zu setzen” Diese Aufforderung zum Streikbruch, zur Mißachtung der Mehrheitsbeschlüsse der Vollversammlung hinderte die SPD zunächst nicht, weiter in der Streikleitung zu bleiben. Die KPD enthüllte […]
  • Kiel in der Hand der revolutionären Matrosen, Soldaten und Arbeiter
    In der Nacht zum 4. November und in den frühen Morgenstunden bildeten revolutionäre Matrosen und Soldaten auf den Schiffen und in den Kasernen Soldatenräte zur Führung des Kampfes. 260 Matrosen des Linienschiffes „Großer Kurfürst” überwältigten die Offiziere, zogen an den Ort der Bluttat vom 3. November und schworen, den Mord zu sühnen. Die Matrosen der I. […]
  • Militärische Besetzung Berlin März 1919
    Für Noske waren die Plünderungen der Warenhäuser Tietz und Wertheim vom Vorabend der gesuchte Vorwand, um den militärischen Angriff auszulösen. Noske befahl die Besetzung Berlins. Am Morgen des 4. März zogen die Truppen des Generalkommandos Lüttwitz in Berlin ein, die bereits am 2. März in Alarmbereitschaft versetzt worden waren. Zu den einrückenden Verbänden gehörten die verstärkte […]
  • Mordhetze und weißer Terror
    Der Generalstreik in Berlin war beendet, aber die Verhandlungen fanden unter dem Donner von Noskes Artillerie statt; die militärischen Aktionen der Konterrevolution gingen weiter. Die Republikanische Soldatenwehr war nach den Kämpfen am Alexanderplatz, der Besetzung des Marinehauses und kleinen Gefechten in Neukölln praktisch aufgelöst. Nur ein kleiner Teil, an den sich inzwischen einige Arbeiter angeschlossen […]
  • Noske in Kiel
    Am Abend des 4. November trafen Gustav Noske und Conrad Haußmann in Kiel ein. Noske war bestrebt, die revolutionäre Bewegung unter Kontrolle zu bringen. Er genoß bei einem Teil der Matrosen Vertrauen, weil er ihnen als sozialdemokratischer Referent für den Marineetat im Reichstag bekannt war. Seine Ankunft werteten sie als Billigung ihres Kampfes. Noch am […]
  • Plünderungen in Berliner Warenhäusern
    Schon am Vormittag des 3. März 1919 hatten schwerbewaffnete Söldner in den Straßen des Zentrums provoziert. Es gab Menschenansammlungen in der Neuen Schönhauser-, der Weinmeister-, der Brunnen- und der Invalidenstraße. Provokateure inszenierten gegen Abend die Besetzung einiger Polizeiwachen. Zwischen 19 und 20 Uhr wurden die Warenhäuser Tietz und Wertheim am Alexanderplatz von zweifelhaften Elementen gestürmt […]
  • Streikabbruch durch SPD und USPD
    Am 5. März März beschloß eine separate Konferenz sozialdemokratischer Funktionäre und Arbeiterratsmitglieder, den Abbruch des Streiks zu beantragen und im Fall der Ablehnung dieses Antrages den Streik von sich aus zu beenden, wenn bei den Verhandlungen in Weimar Zugeständnisse erzielt würden. Damit sollte erreicht werden, was die rechte SPD-Führung von Anfang an wollte: die einheitliche […]
  • Vertrieb der Roten Fahne
    Werter Genosse! Wir haben bisher die von uns herausgegebene Tageszeitung “Die Rote Fahne” Euch in einer grösseren Anzahl täglich zur Verfügung gestellt. Wir hoffen, das dieses an die Mitglieder des Arbeiter und Soldatenrates verteilt worden sind. damit die Arbeiter und Soldaten sich aus eigener Anschaung ein Bild  machen können von den politischen Zielen und  Bestrebungen […]


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