Halle

| 2017

"Halle" im Archiv:

  • 1500 bewaffnete Arbeiter in Hagen
    Gemeinsame Aktion: Nach der Riesenversammlung auf der Springe herrschte bis in die späten Nachmittagsstunden Ruhe. Um 5 Uhr begaben sich die Abgesandten der Gewerkschaften und sozialistischen Parteien zum Polizeiinspektor, um die versprochenen Gewehre in Empfang zu nehmen. Nach Bekanntgabe eines eingelaufenen Telegramms des Wehrkreiskommandeurs Watter, das die Ausgabe von Waffen verbot, einigte man sich darauf, […]
  • 4000 bis 5000 Arbeiter in der Turnhalle Tuttlingen
    Tuttlingen, 14. März. Aus Anlaß des Putsches der Militärkamarilla in Berlin, die aus der Nationalversammlung hervorgegangene Reichsregierung zu stürzen, erfolgte nach vorausgegangener Sitzung der Kartelle der Sympathiestreik für die zu stützende Regierung. Sämtliche Arbeiter aus den hiesigen Betrieben verließen sofort nach Verkündigung des Generalstreiks ihre Arbeitsplätze. Nachmittags 2 Uhr war eine Protestversammlung von ungefähr 4000 […]
  • Brennende Ruhr – Vorwort
    Karl Grünberg (1891 – 1972) schreibt 1948 im Nachwort zur 2. Auflage zu seinem Roman “”Brennende Ruhr””: Dieses viel umstrittene Buch bedarf bei seiner zweiten Auflage — zwanzig Jahre nach seinem ersten Erscheinen — einiger Erläuterungen. Als ich im Jahre 1927 meinen Erstlingsroman “”Brennende Ruhr”” zu schreiben begann, lag mir literarischer Ehrgeiz durchaus fern. Mir […]
  • Der Militärputsch in Halle
    Trotz des Verbotes des Oberst Czettritz , irgendwelche Nachrichten aus dem Reiche zu bringen oder gar gegen die Kapp-Lüttwitz Stellung zu nehmen, war die letzte Volksblattnummer ( vom 15. März 1920) ein flammender Protest gegen die Militärdiktatur. Kaum waren die letzten Nummern draußen, da marschierte auch schon ein Trupp Nosketen an, um die Blätter zu beschlagnahmen. […]
  • Der Militärputsch vom 13. März 1920
    Der Militärputsch vom 13. März 1920 war eine lebensgefährliche Bedrohung für die junge Weimarer Republik. Der politische Kopf der Putschisten, der rechtsradikale Politiker Wolfgang Kapp, hatte ein Programm, das auf eine Kanzlerdiktatur, die Entmachtung der Parteien und den Einbau aller Verbände einschließlich der Gewerkschaften in einen autoritären Korporativstaat hinauslief. Das Unternehmen einmal in Gang gesetzt, […]
  • Die Arbeiter in Hagen bewaffnen sich
    ,,Gemeinsame Aktion. Nach der Riesenversammlung auf der Springe herrschte bis in die späten Nachmittagsstunden Ruhe. Um 5 Uhr begaben sich die Abgesandten der Gewerkschaften und sozialistischen Parteien zum Polizeiinspektor, um die versprochenen Gewehre in Empfang zu nehmen. Nach Bekanntgabe eines eingelaufenen Telegramms des Wehrkreiskommandeurs Watter , das die Ausgabe von Waffen verbot, einigte man sich […]
  • Die deutsche Revolution 1918-1919
    Wohl über keinen historischen Vorgang ist so viel gelogen worden wie über die deutsche Revolution von 1918. Drei Legenden insbesondere haben sich als zählebig bis zur Unausrottbarkeit erwiesen. Die erste ist besonders beim deutschen Bürgertum – auch heute noch – weit verbreitet. Sie besteht ganz einfach in der Leugnung der Revolution. Eine wirkliche Revolution, so […]
  • Die Soldaten morden in Halle
    Am Sonntag, dem 21. März 1920 , entbrannte der Kampf in Halle  bei klarem Frühlingswetter von neuem. Das Militär machte mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, mit Artillerie, Panzerautos, Minenwerfer einen Angriff auf Trotha , Galgenberg und den Flugplatz; Die Aktion der Arbeiter litt unter dem Mangel an Munition und schweren Waffen. Das Militär wäre verloren […]
  • Ein Toter und Verwundete in Halle
    Am Mittwoch, dem 17. März, wurden nach dem Zusammenbruch des Berliner Militärputsches durch das energische Auftreten unserer Genossen vor dem Gewalthaber Czettritz die Verhafteten entlassen. Der Generalstreik wurde verschärft, da Czettritz mit der meuternden Garnison und den gewalttätigen Zeitfreiwilligen gar nicht daran dachte, durch das Zurückziehen der wildgewordenen Soldateska in die Kasernen in Halle wieder […]
  • Erneuter Generalstreik
    Erst am Mittwoch, dem 24. März 1920 , war es möglich, zehn Gewerkschaftsverhandlungen abzuhalten, in denen die Fortsetzung des Streiks beschlossen wurde, obwohl die Redner den vorläufigen Abbruch des Streiks empfahlen. Einstimmig forderte man die Freilassung aller anläßlich der letzten Kämpfe Inhaftierten. Auch die Eisenbahner, die bereits am Vormittag die Arbeit aufgenommen hatten, traten, erneut […]
  • Erschossen und ausgeraubt in München
    Der Privatier Christian Frohner , Paulaner Platz 27, München , wurde am 3. Mai wegen Verdachtes der Teilnahme an der Aufruhrbewegung von Truppen des Freikorps Lützow festgenommen. Am 5. Mai 1919 wurde er auf dem Transport vom ,,Standgericht” in der Hofbräuhaushalle zur Befehlsstelle der Gruppe Siebert von dem ihn begleitenden Gefreiten erschossen. Der Bescheid des […]
  • Forderungen der drei sozialistischen Parteien in Halle
    Am Donnerstag, dem 18. März 1920, war es nun endgültig mit der Kapp-Lüttwitz-Herrschaft in Halle vorbei, wenn sich auch die losgelassene Soldateska noch eine Woche lang austobte. Zwar machte der Hochverräter Czettritz alle möglichen krampfhaften Anstrengungen, in Halle die ,,Stellung zu halten”, indem er besonders die Verbreitung von. Nachrichten aus dem Reiche gewaltsam unterdrückte. An den Straßenecken prangten […]
  • Freispruch im Marburger Prozeß
    Das Kriegsgericht sprach am 19. Juni 1920 die Mörder frei. über den Marburger Prozeß schrieb am 27. Juni 1920 die ,,Rote Fahne”: ,,So entsetzlich, so niederträchtig diese feige Bluttat der deutschnationalen Studenten ist, so schmachvoll ist die Verhandlung gegen die Studenten vor dem Kriegsgericht gewesen. Sie war nicht nur eine Rechtsbeugung, sie war eine offene […]
  • Gegenoffensive in Halle (Saale)
    Oberst Czettritz startete am 21. März 1920 eine konzentrische Gegenoffensive von der Innenstadt aus in Richtung Norden und Westen. Die Reichswehrtruppen erlangten durch eine aus Magdeburg anrückende Verstärkung von ca. 1000 Mann wieder die Überlegenheit in der Kampfführung.” Quelle: ( Olaf Freier, Halle (Saale) )
  • Hallesche Zeitung lobt Putschisten
    ,,Am 14.3. pries das deutschnationale Organ, die ” Hallesche Zeitung “, die ruhige Besonnenheit, die zielklare Sicherheit und die staatsmännischen Führereigenschaften des neuen Reichskanzlers Kapp . Sie begrüßte die Hochverräter-Regierung als die Regierung der Zukunft und rief ihr zu: “Vorwärts mit Gott, für Volk und Vaterland.” Männer des Vorstandes der Deutschnationalen Partei, an der Spitze […]


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