Franz Adler

| 1919

Der Schlosser Franz Adler war Mitglied des Katholischen Gesellenvereins in der Augustenstrasse 41 in München . Er wurde im Alter von 25 Jahren am 6. Mai 1919 durch Soldaten einer Gardedivison am Karolinenplatz 5 ermordet und vollständig ausgeplündert. Die Verhaftung war auf Befehl des Hauptmanns v. Alt-Stutterheim erfolgt und durch eine Patrouille unter Führung des Offizierstellvertreters Priebe ausgeführt worden.

Am 25. Oktober 1919 wurde deswegen der Soldat Jakob Müller und der Vizefeldwebel Konstantin Makowski zu 14 Jahren Zuchthaus, Grabasch zu einem Jahr Gefängnis wegen Totschlags verurteilt. Gegen die verantwortlichen Offiziere der Gardedivision wurde kein Verfahren eingeleitet. Am 4. November wurde der ehemalige Husar Stefan Latosi der in der betr. Nacht blutbefleckt mit gestohlenen Uhren und Geldbörsen den Keller verlassen hatte wegen schweren Diebstahls zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt, wegen Verbrechen des Totschlags aber freigesprochen.


"Franz Adler" im Archiv:

  • Gardedivision im Blutrausch – 21 Tote in München
    Am 6. Mai fand eine Versammlung des katholischen Gesellenvereins St. Joseph wegen Theaterangelegenheiten im Vereinslokal ” Maxkasino ” , Augustenstr. 71, München , statt. Sie wurde als ,,spartakistisch” denunziert. Auf Grund eines Befehls des Hauptmanns v. Alt-Stutterheim wurden die Gesellen durch eine Patrouille unter Führung des Offizierstellvertreters Priebe verhaftet, weil ein Versammlungsverbot existierte. Hauptmann v. […]


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