Der Redakteur Wolfgang Fernbach war einer der Parlamentäre aus dem besetzten Vörwärts-Gebäude in Berlin, die am Morgen des 11. Januar 1919 mit den Regierungstruppen, die das Haus belagerten, verhandeln wollten. Fernbach gehörte nicht zur Besatzung. Er war erst am Nachmittag des 10. in das Gebäude gegangen, um jemand zu besuchen, und konnte wegen der Absperrung nicht mehr heraus.

Die Parlamentäre waren durch entsprechende Abzeichen kenntlich gemacht und unbewaffnet. Alle sieben Parlamentäre wurden in die Dragonerkaserne in der Belle-Alliance-Straße 6 abgeführt und morgens 10 Uhr erschossen. Den sieben Toten waren die Schuhe und Kopfbedeckungen gestohlen . Die Mörder kamen nicht einmal vor Gericht, die Klagen der Angehörigen wurden abgewiesen.

in:  Zwei Jahre Mord (1921)


"Fernbach" im Archiv:

  • Die Ermordung der Vorwärtsparlamentäre
    Im Januar 1919 hatten revolutionäre Arbeiter sich des Vorwärtsgebäudes bemächtigt. Die Regierungstruppen belagerten das Haus. Die Vorwärtsbesatzung schickte am 11. Januar frühmorgens als Parlamentäre, durch entsprechende Abzeichen kenntlich und natürlich unbewaffnet, folgende Leute: Redakteur Wolfgang Fernbach , Walter Heise , Werner Möller , Karl Grubusch , Erich Kluge , Arthur Schotter , Wackermann . Fernbach gehörte […]


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