Ebert

| 1871

Friedrich Ebert wurde am 4. Februar 1871 in Heidelberg geboren. Er wurde 1913 Vorsitzender der SPD und amtierte in der Weimarer Republik von 1919 bis zu seinem Tode als erster Reichspräsident.

Nach dem Tode August Bebels wurde Ebert neben Hugo Haase zum Vorsitzenden der angesichts des drohenden Krieges zerstrittenen SPD gewählt. Während des Krieges vertrat er mit großer Härte bis zum Schluss die Politik der ,,Vaterlandsverteidigung” und des ,,Burgfriedens” und versuchte, die Kriegsgegner um Haase und Karl Liebknecht aus der SPD auszugrenzen.

Während der Weimarer Republik bekämpfte Ebert mit brutaler Waffengewalt alle Aufstände. Allein nach dem Kapp-Putsch wurden unter seiner Regierung etwa 1000 Arbeiter von Freikorps-Soldaten und Reichswehrtruppen ermordet, die SPD verlor bei den darauf folgenden Wahlen die Hälfte ihrer Wähler. Ebert starb am 28. Februar 1925 in Berlin.


"Ebert" im Archiv:

  • 4000 Personen in Haft
    Der Abgeordnete Ludwig (USP) berichtete in der Reichstagssitzung vom 29. Juli 1920, daß annähernd 4000 Personen in Haft genommen worden seien, darunter Leute, die nur am Sicherheitsdienst beteiligt waren oder Lebensmittellager bewacht haben. Gegen 822 Personen waren in diesem Zeitpunkt – also zu einer Zeit, als noch kein einziger Teilnehmer des Kapp-Putsches zur Verantwortung gezogen […]
  • 90. Jahrestag Bremer Räterepublik
    Bei den Gedenkveranstaltungen am 8. Februar 2009 zum 90. Jahrestag der Bremer Räterepublik gab es neben der Rede Hans Koschniks noch weitere Redebeiträge: So erinnerte Willi Gerns  daran, dass es die Mehrheitssozialdemokraten unter Ebert und Noske gewesen waren, die sich gegen die Idee der Revolution zum Instrument der wirtschaftlich Herrschenden hatten machen lassen. „Sie ließen“, so Willi Gerns, „die von kaiserlichen […]
  • Aktionsplan der Putschisten
    Aktionsplan der Putschisten aus den beschlagnahmten Papieren Schnitzlers , vermutlich wenige Tage vor dem Kapp-Lüttwitz-Putsch vom 13. März 1920 verfasst , Aufzeichnung. Ohne Unterschrift. Durchschrift ( Verlesen vor dem Reichsgericht am 8. Dezember 1921 durch Reichsgerichtsrat Paul .) Einige Tage vorher Einvernehmen mit Lossberg  und Watter  Am zweiten oder ersten Tage vorher Exodus der nationalen Parteien. […]
  • An die Kämpfer des Januaraufstandes in Berlin
    An unsere Kämpfer für den Sozialismus in Berlin. Unseren Klassengenossen, die in unerhörtem Kampfe gegen das Blutregiment Ebert – Hindenburg stehen, unsern Brudergruß und die Sympathieerklärung der revolutionären Bremer Klassengenossen Das Bremer Proletariat hat heute, am 10. Januar 1919, sein Geschick in die Hand seiner eigenen proletarischen Volksregierung gelegt und ist bereit, für seine Zukunft Seite […]
  • Auf der Knollwiese München getötet
    Auf der Knollwiese in München wurde am 2. Mai 1919 der Schlosser Ludwig Crusius aus der Weinbauernstrasse 1 von Truppen der Ebert – Noske – Regierung ermordet . Die Akten vermerken zwei Hinterbliebene. , er war 37 Jahre alt.  Die Erschiessung erfolgte willkürlich ohne Anklage und Gerichtsurteil – die Mörder blieben unbehelligt. in: Vier Jahre Politischer Mord […]
  • Auf zur Demonstration gegen Ebert-Scheidemann
    Kämpft mit! Arbeiterinnen und Arbeiter! In Berlin ist der erbittertste Machtkampf zwischen Bourgeoisie und Proletariat entbrannt. Zu ungeheuren Massen sind die Berliner Arbeiter aufgestanden gegen die heuchlerischste, gegen die verräterischste Regierung der Welt – gegen das Regiment Ebert – Scheidemann . Die Berliner Arbeiterschaft will die Herrschaft der Sozialdemokraten nicht länger mehr dulden. Sie ist […]
  • Bielefelder Abkommen
    Die Vertreter aller beteiligten Parteien und Erwerbsgruppen erklären, daß sie ihre Forderungen zur Entwirrung der aus dem Kapp-Putsch entstandenen Lage mit der Verfassung und der Regierung auf Grund folgender Vereinbarung in Einklang bringen wollen: Die anwesenden Vertreter der Regierungsparteien werden bei ihren Fraktionen dafür eintreten, daß bei der bevorstehenden Neubildung der Regierung im Reich und in […]
  • Bürgmeister von Ahlen an den Landrat über den Beginn des Aufstandes
    “Das Bekanntwerden des Sturzes der Regierung Ebert – Bauer verursacht im hiesigen Stadtgebiet unter Arbeitern und Bürgerschaft eine bestürzte Stimmung. Abends um 8 Uhr hatten die Vertrauensleute der sozialdemokratischen Partei eine Sitzung, zu welcher sämtliche Vertrauensmänner der übrigen Parteien geladen waren, einberufen. Die Arbeiterschaft stand geschlossen, ungeachtet ihrer sonstigen Zugehörigkeit zu dieser oder jener Partei, […]
  • Der Kampf geht weiter!
    Der vorzeitige Abbruch des Generalstreiks trägt seine Früchte. Der Gewerkschaftsbund mit Legien an der Spitze, die Berliner Gewerkschaftskommission mit Rusch als Vorsitzendem und die USPD mit ihrem rechten Flügel, die geglaubt haben, den Sieg der Arbeiterklasse in der Tasche zu haben, merken jetzt, daß nicht nur sie die Arbeiterklasse geprellt haben, sondern daß sie selbst geprellt worden […]
  • Der Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
    Die Verfolgung und Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs waren keine Kampfhandlung im Bürgerkrieg. Sie hatten andere Gründe. Der eine Grund war, daß Liebknecht und Rosa Luxemburg wie niemand sonst in den Augen von Freund und Feind die deutsche Revolution verkörperten. Sie waren ihre Symbole, und mit ihnen erschlug man die Revolution. Dies gilt für […]
  • Die deutsche Revolution 1918-1919
    Wohl über keinen historischen Vorgang ist so viel gelogen worden wie über die deutsche Revolution von 1918. Drei Legenden insbesondere haben sich als zählebig bis zur Unausrottbarkeit erwiesen. Die erste ist besonders beim deutschen Bürgertum – auch heute noch – weit verbreitet. Sie besteht ganz einfach in der Leugnung der Revolution. Eine wirkliche Revolution, so […]
  • Die KPD-Zentrale an die Bezirksleitungen
    Nach kurzem Zögern ist die Arbeiterschaft in Berlin, im Rheinland und in vielen anderen Orten in den Generalstreik eingetreten. Die KPD tritt in den Generalstreik ein. Unsere Organisationen haben die Pflicht, die Losungen zu geben. Gestern schien es hier in Berlin, als ob die Arbeiterschaft passiv bleiben würde, und wir glaubten, falls die Arbeiterschaft nicht […]
  • Ebert hasst die Revolution wie die Sünde
    “Wenn der Kaiser nicht abdankt, dann ist die soziale Revolution unvermeidlich. Ich aber will sie nicht, ja, ich hasse sie wie Sünde.” So Friedrich Ebert am 7. November gegenüber dem Reichskanzler Max von Baden, der daraufhin nach Spa fährt, um den Kaiser zum Rücktritt zu bewegen.
  • Erschossen und ausgeraubt in München
    Der Privatier Christian Frohner , Paulaner Platz 27, München , wurde am 3. Mai wegen Verdachtes der Teilnahme an der Aufruhrbewegung von Truppen des Freikorps Lützow festgenommen. Am 5. Mai 1919 wurde er auf dem Transport vom ,,Standgericht” in der Hofbräuhaushalle zur Befehlsstelle der Gruppe Siebert von dem ihn begleitenden Gefreiten erschossen. Der Bescheid des […]
  • Friedrich Ebert der Mann der Stunde
    Reichskanzler Max von Baden gibt etwa um die Mittagsstunde des 9. November die Abdankung des Kaisers bekannt. Zwar hat Wilhelm II. sich noch immer zu keiner Entscheidung durchringen können, doch ohne weitere Formalitäten übernimmt nun Ebert die Kanzlerschaft. Max von Baden verlässt Berlin in Richtung Süddeutschland. Friedrich Ebert aber ist der Mann der Stunde. Umgehend […]


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