Der Schlosser Karl Behrend wohnte in der Ringstraße 26 in Greifswald. Am Samstag, dem 20. März 1920, gab es eine Streikversammlung auf dem Greifswalder Markt. Zunächst versuchten bewaffnete Studenten, die sich in der Post versammelt hatten, die Streikenden vom Marktplatz zu verdrängen, was jedoch misslang. Dann rückte über den Schuhhagen kommend eine Truppe Reichswehr auf den Marktplatz vor.

In Höhe der heutigen Sparkasse schwärmte der Zug aus. Dann folgten Schüsse, eine Handgranate flog. Es war kurz vor 18 Uhr. An der Ecke Markt und Bachstraße lagen fünf der Streikenden tot in ihrem Blut, sieben weitere Bürger waren schwer verwundet. Soldaten der Reichswehr waren einem möderischen Befehl gefolgt.

Zu Beginn der 1960-er Jahre wurden im neuen Stadtviertel Südstadt fünf Straßen nach den ermordeten Gewerkschaftlern benannt. Die Strassennamen gibt es heute noch. Ein Gedenkstein erinnert außerdem an diese fünf Männer. Die Inschrift lautet: “In den revolutionären Kämpfen gegen den Kapp-Putsch ermordeten millitaristische Kräfte am 20. März 1920 die Greifswalder Arbeiter Karl Behrend , Max Hagen, Bernhard Birkhahn, Erwin Haack und Ernst Wulff . ”

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