Louise Aston, by Johann Baptist Reiter
Louise Aston (1814-1871)

Louise Franziska Aston, geboren 1814 in in Gröningen bei Halberstadt, Geburtsname Hoche, deutsche Schriftstellerin und Vorkämpferin für die demokratische Revolution und Frauenbewegung.  1831, im Alter von 17 Jahren mit dem 23 Jahre älteren Samuel Aston, einem englischen Fabrikanten in Magdeburg zwangsvwerheiratet, 1844 geschieden, drei Töchter.

1846 wurde sie wegen ihres Nonkonformismus (sie veröffentlichte erotische Gedichte, trug wie George Sand Männerkleidung und rauchte auf der Straße) und ihrer offenen Verneinung jeder Form von organisierter Religiosität als „staatsgefährliche Person“ aus Berlin ausgewiesen. In ihrem wenig später veröffentlichten Buch “Meine Emanzipation, Verweisung und Rechtfertigung” schilderte sie ihren Fall und formulierte radikale Forderungen nach Geschlechtergleichheit und dem Recht der Frau auf freie Persönlichkeitsentfaltung.

1848 schloss sie sich als freiwillige Pflegerin den Freikorps von Ludwig von der Tann an und nahm am Schleswig-Holsteinischen Feldzug teil. Während dieses Feldzugs lernte sie ihren zweiten Mann, den Arzt Daniel Eduard Meier, kennen. Mit ihm kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie ihren Roman Lydia veröffentlichte und während der Märzrevolution einige Nummern der Zeitschrift Der Freischärler herausgab sowie den Club Emanzipierter Frauen gründete. Ihr Mann wurde als radikaler Demokrat verhaftet, sie wurde endgültig aus Berlin abgeschoben und zog nach Bremen, wo sie ihren Roman Revolution und Conterrevolution schrieb. 1849 erschien ihre letzte Veröffentlichung, die Gedichtsammlung Freischärler-Reminiscenzen. (Wikipedia)

 


"Aston" im Archiv:

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    Wenn’s in den Bergen rastet Der Mühlbach stärker rauscht Der Mond in stummer Klage Durch’s stille Strohdach lauscht Wenn trüb die Lampe flackert Im Winkel auf dem Schrein Dann fallen meine Hände Müd in den Schoß hinein So hab ich oft gesessen Bis in die tiefe Nacht, Geträumt mit offnen Augen Weiß nicht, was ich […]
  • Potsdam (Vom Dome hallen Glockenklänge)
    Vom Dome hallen Glockenklänge — Stille Andacht überall, Gläubig singt des Volkes Menge Zu der Orgel hellem Schall Dort in einsamer Kapelle An des Altars heilger Schwelle Knien die Allerhöchsten Sünder Gottes auserwählte Kinder Was sie beten, was sie flehen? Ihre bleiche Lippe spricht „Jetzt, da wir am Abgrund stehen Jetzt — nur jetzt verlaß […]


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