Judenhass und Hakenkreuze

Kapp-Putsch | , | 1920

Eine geradezu penetrante Spur von Antisemitismus zog die Bayrische Schützenbrigade Epp durch das Revier ( Hamm , Dortmund , Bochum ). Auf Schaufenster und Wohnungstüren von Juden wurden Hakenkreuze und Inschriften geschmiert (damals rätselte man übrigens noch teilweise über die Bedeutung des Hakenkreuzes: ein Sonnensymbol? ein Symbol zur Abwendung von Unheil?), wurden Passanten mit jüdischem Aussehen ergriffen und auf offener Straße verprügelt. ( April 1920)

aus Erhard Lucas : Märzrevolution III (1978).

Lucas nennt folgende Quellen: Hamm : Der Hammer ( SPD ) , zitiert in VstH 21.4.1920 ; Kamener Zeitung 12.4.1920; in Dortmund : Bäumgen an Severing , 11.4.1920 , in Nachlaß Severing : A 2; ferner folgende Anmerkung Bochum : Vbl , 23.4.1920; Fr , 25.4.1920 , Mo.

Das Auftauchen des Hakenkreuzes zeigt das „Eindringen völkisch-antisemitischer Ideen in die Freikorps… Zunächst nur als bloßes Abzeichen getragen, wurde es mehr und mehr zum Ausdruck eines Programms. In dem Lied der Marinebrigade Ehrhardt fand es seine sprachliche Fixierung: „Hakenkreuz am Stahlhelm , schwarz-weiß-rotes Band…“ ( Lohalm S. 216f)