Entwaffnung von Reichswehrtrupen in Bremen

Am Vormittag des 1. Januar 1919 marschierte das I. Hanseatische Infantrieregiment Nr. 75 unter Führung von Oberstleutnant Hagedorn auf dem Marktplatz in Bremen  auf, begrüßt von Lambert Willems als Vertreter des Soldatenrates und von Zehntausenden. Nach Absingen des Deutschlandliedes hielten Bürgermeister Hildebrand , Oberstleutnant Hagedorn und Adolph Vinnen patriotische Ansprachen. Danach erfolgte der Abmarsch in das provisorische Quartier in der Schule an der Kornstraße in der Neustadt.

In der Schule hatten sich bewaffnete Arbeiter postiert. Knief sowie Fransunkiewicz von der USPD waren eingeweiht. Als das Regiment auf dem Schulhof angetreten war, erschienen Gewehrläufe in den Fenstern. Die Soldaten forderte man auf, die Waffen abzugeben und sich der Revolution anzuschließen. Nach Verhandlungen mit den Offizieren, u.a. Major Walter Caspari , wurde ein Kompromiß gefunden: Die Soldaten des Regiments mußten ihre Waffen abgeben, die Offiziere durften sie behalten, jedoch nicht tragen. Die Waffen wurden in einem Klassenzimmer deponiert und von Soldaten der Garnison bewacht.

Eck rechtfertigte die Entwaffnung der Soldaten:  Man habe sich zur Demobilisierung entschließen müssen, weil Putschversuche lautbar geworden wären.