Am 29. Januar trafen Soldaten der Reichsregierung in Verden ein, zu denen auch eine Freiwilligentruppe aus Bremen unter der Führung des Majors Caspari stieß. Auf Proteste des Rates der Volksbeauftragten, die um Aufklärung bat, ließ sich die Reichsregierung nicht ein.

Die Reichsregierung und der „Bluthund“ Noske hatte bereits einen endgültigen Entschluß gefaßt. Der Aufmarsch der Division Gerstenberg erfolgte rechts der Weser auf der Linie Mahndorf — Borgfeld — Blockland und links der Weser Arsten — Kattenturm — Moordeich — Kirchhuchting. Der Angriff am 4. Februar begann um 10:15 Uhr. Bewaffnete Arbeitertrupps leisteten Widerstand. Bis 18:15 war in der Neustadt der Kampf beendet, um 21 Uhr schwiegen auch in der Altstadt die Waffen.

Kurz danach erschien ein Aufruf von Oberst Gerstenberg , der den Oberbefehl in der Stadt übernommen hatte, in dem den friedlichen Bürgern Schutz für Leben und Eigentum garantiert wurde. Ansammlungen wurden vorläufig untersagt. In einem zweiten Aufruf verhängte die neue provisorische Regierung unter den MSPD-Mitgliedern Karl Deichmann als Vorsitzenden, Hermann Rhein , Wilhelm Dammer , Johann Wellmann und Karl Winkelmann den Belagerungszustand über das Stadt- und Landgebiet Bremen. A